Herzinfarkt verhindern mit diesen 2 Teesorten

Die kalten Monate stehen wieder vor der Tür und da ist Tee natürlich eine gemütliche Sache. Aber kann uns Tee tatsächlich auch vor beinharten Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und Co. schützen? 

Tatsächlich gibt es bereits eine Vielzahl an Studien, die dem gemütlichen Heißgetränk positive Herz-Kreislauf-Effekte zugestehen. Doch bevor wir in die Diskussion einsteigen, müssen wir erstmal wissen, worüber wir überhaupt reden.

Tee ist nicht gleich Tee

Die klassischen Teeblätter stammen von einer Pflanze namens Camellia Sinensis. Und abhängig davon, wie weit diese Teeblätter nun fermentiert werden, kann man drei wesentliche Teesorten aus diesen Blättern herstellen, nämlich nicht fermentierten Grüntee, teilfermentierten Oolong Tee und fermentierten Schwarztee.

Wir konzentrieren uns heute auf Grün- und Schwarztee. Was bringt uns der regelmäßige Genuss von Grün- oder Schwarztee? 

Hier die nackten Studiendaten:

  • In einer Studie mit ca. 8500 Teilnehmern konnte festgestellt werden, dass die Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen für die Personen, die mehr als 10 Tassen (!) Grünteee pro Tag trinken, um 28% geringer ist als für diejenigen, die weniger als 3 Tassen trinken. 

  • Dies konnte in einer Studie an über 40.000 Japanern bestätigt werden – die brauchten sogar “nur” mehr als fünf Tassen pro Tag trinken, um ihre Gesamt- und kardiovaskuläre Sterblichkeit um 31% zu senken

  • Ähnliches gilt wohl auch für Schwarztee: Eine Studie an mehr als 37.000 Niederländern konnte zeigen, dass Teekonsum von > 6 Tassen pro Tag (hauptsächlich Schwarztee) die kardiovaskuläre Sterblichkeit um 36% senken kann. 

  • Aber auch wer nicht gleich 10 Tassen grünen Tee täglich trinkt kann schon deutlich profitieren: Eine relativ aktuelle große Studie aus China mit mehr als 100.000 Teilnehmern, die Ende 2020 hochrangig veröffentlicht wurde, zeigte, dass Teilnehmer, die regelmäßig, das heißt mindestens drei Tassen Tee pro Woche tranken, ein um 20 Prozent niedrigeres Risiko für eine Herzerkrankung oder einen Schlaganfall hatten als die Teilnehmer, die nie oder selten Tee tranken. Bei einer Nachuntersuchung rund acht Jahre später lag das Risiko für tödliche Herzerkrankungen und Schlaganfälle sogar um 56 Prozent niedriger

  • Kleiner Wermutstropfen: Nicht alle Studien können einen positiven Effekt von Tee aufzeigen. Im Gegenteil, eine Studie an 1900 Walisischen Männern zeigte, dass die Gruppe mit dem höchsten Teekonsum (über 8 Tassen pro Tag) sogar ein höheres Risiko hatte, an einem Herzinfarkt zu versterben. 

Das könnte aber auch daran liegen, dass vor allem in den UK Tee häufig mit Milch konsumiert wird, und diese könnte die Effekte nicht nur zunichte machen, sondern auch zusätzlich einen negativen Einfluss auf die Herzgesundheit haben. Also den Tee besser pur genießen

Also insgesamt spricht die Studienlage stark dafür, dass Tee positive Effekte auf unsere Herz-Gesundheit hat.

Wie Tee wirkt

Für die herzschützenden Eigenschaften des Tees könnten verschiedene Mechanismen verantwortlich sein wie eine 

  • Senkung des Blutdrucks

  • eine Verbesserung unserer Blutfettwerte

  • verbesserte Insulinempfindlichkeit

  • aber auch eine Gewichtsabnahme, v.a. wenn Tee anstatt kalorienreicher Softdrinks genossen wird. 

Und diese Wirkungen werden durch eine Vielzahl im Tee enthaltener Substanzen entfaltet, allen voran enthalten Teeblätter eine beträchtliche Menge an Antioxidanzien, sogenannte Flavonoide. Diese und weitere Inhaltsstoffe des Tees wirken entzündungshemmend und  verbessern die Endothelfunktion in unseren Blutgefäßen. 

Den größten Gehalt an Antioxidanzien hat übrigens Grüntee, da er nicht fermentiert ist.

 

Auf das “wie” kommt es an

Daneben bin ich aber auch davon überzeugt, dass auch das Setting, in dem wir unseren schönen Tee genießen, nämlich bestenfalls in Ruhe oder vielleicht auch im netten Gespräch  mit anderen Menschen durch die Stressreduktion ebenfalls einen wesentlichen Beitrag zum Herzschutz leistet.

Wichtig ist noch, dass wir den Tee richtig zubereiten:

  • Auf Bio-Qualität achten, denn viele konventionell angebaute Tees enthalten Schwermetalle und Pestizide. 

  • Wichtig ist bei grünem Tee die Zubereitung: Grüner Tee wird nicht mit kochendem, sondern mit maximal 80 Grad heißem Wasser zubereitet. Ansonsten kann es sein, dass der Tee „fischig“ schmeckt. Außerdem werden dadurch die wertvollen Antioxidantien zerstört.  Wasser kurz aufkochen und dann ungefähr fünf Minuten abkühlen lassen. Nach dem Aufgießen des Tees reicht eine Ziehzeit von 1,5 bis 2 Minuten.

  • Je weicher das Wasser, desto aromatischer schmeckt der Tee.

  • Wir können unseren Grüntee problemlos zwei bis drei Mal aufgießen und im Sommer können wir den Grüntee auch kalt aufgießen und als Eistee genießen.

Also, jetzt wissen wir Bescheid und können unseren Tee in Zukunft noch mehr genießen, in dem Wissen, dass wir damit nicht nur unserer Seele, sondern auch unsrer Gesundheit etwas richtig Gutes tun. 

Bleibt schön gesund!

Euer Dr. Heart

Häufig gestellte Fragen zum Thema "Herzinfarkt und Tee"

Ja, verschiedene Studien zeigen positive Effekte von Tee auf die Herzgesundheit. Insbesondere der regelmäßige Konsum von grünem oder Schwarztee wurde mit einer Senkung der Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht. Grüner Tee zeigte eine Senkung um 28% bei mehr als 10 Tassen pro Tag, und Schwarztee senkte die kardiovaskuläre Sterblichkeit um 36% bei über 6 Tassen täglich.

Tee enthält Flavonoide und andere Antioxidantien, die entzündungshemmend wirken und die Funktion der Blutgefäße verbessern. Dies kann den Blutdruck senken, die Blutfettwerte verbessern und die Insulinempfindlichkeit erhöhen. Der größte Anteil an Antioxidantien findet sich in grünem Tee.

Ja, die Zubereitung ist wichtig. Achten Sie auf Bio-Qualität, verwenden Sie maximal 80 Grad heißes Wasser für grünen Tee und berücksichtigen Sie die Wasserqualität. Mehrere Aufgüsse sind möglich, und im Sommer kann der Tee kalt als Eistee genossen werden, um die gesundheitlichen Vorteile zu maximieren. Vermeiden Sie auch das Hinzufügen von Milch, da dies die positiven Effekte beeinträchtigen kann.

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