Sonstige Erkrankungen

Finden Sie hier eine Übersicht weiterer bedeutender Erkrankungen, über die wir Bescheid wissen sollten.

Synkope (Ohnmacht)

Ohnmachtsanfälle, sog. Synkopen, sind sehr häufig: Jeden zweiten von uns erwischt es mindestens einmal im Leben. Aber sind sie gefährlich? Was gibt es zu beachten?

Ein Ohnmachtsanfall oder medizinisch eine „Synkope“, ist ja häufig für die betroffene Person und auch die anderen anwesenden Personen ein beunruhigendes oder dramatisches Ereignis – aber was ist das eigentlich eine solche Synkope, und ist das gefährlich?

Zunächst einmal vorweg: Ohnmachtsanfälle, sog. Synkopen, sind extrem häufig, jeder zweite Mensch erleidet während seines Lebens zumindest einmal eine Ohnmacht. Aber was passiert da in unserem Körper genau?

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Wenngleich es verschiedene Ursachen gibt, ist quasi das „Endergebnis“, das dann schließlich zur Ohnmacht führt, immer das gleiche: Durch einen Blutdruckabfall im Gehirn kommt es zu einer kurzzeitigen Minderdurchblutung und damit einer Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff, worauf das Gehirn extrem empfindlich reagiert, sodass die betroffene Person das Bewusstsein verliert und zu Boden stürzt. Das praktische hierbei ist, dass sich durch diese „Lageänderung“ bei einer normalen, harmlosen Synkope meist das Problem dann auch von alleine wieder in kurzer Zeit löst, da sich durch die nunmehr am Boden vorhandene horizontale Körperlage die Durchblutung des Gehirns schlagartig verbessert und die betroffene Person innerhalb von 3-30 Sekunden das Bewusstsein wieder erlangt. Ist dies nicht der Fall und dauert die Bewusstlosigkeit deutlich länger an, dann handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht um eine Synkope!

Wie kommt es nun zu dieser kurzfristigen verminderten Durchblutung des empfindlichen Gehirns? Hier können wir 3 große Gruppen von Ohnmachtsanfällen unterscheiden:

  • Reflexsynkopen, sog. vasovagale Synkopen 
  • orthostatische Synkopen
  • und kardiale Synkopen, also herzbedingte Ohnmachtsanfälle

Mit die häufigste Form der Synkope und zum Glück in aller Regel auch harmlos sind die Reflexsynkopen, medizinisch vasovagale Synkopen. Hierbei wird, wie es der Name schon vermuten lässt, durch verschiedenste Auslöser wie langes Stehen, starke Emotionen wie Angstgefühl aber z.B. auch durch Druckerhöhungen im Brust- oder Bauchraum ein Kreislaufreflex ausgelöst, der letztlich über die Aktivierung des sog. Vagusnervs zu einer Weitstellung der Blutgefäße und zu einem Abfall der Herzschlag-, also der Pulsfrequenz führt. Dadurch verbleibt zu viel Blut in der unteren Körperhälfte bzw. das Herz pumpt kurzzeitig zu wenig Blut und es resultiert wie vorhin bereits angesprochen die verminderte Durchblutung des Gehirns mit nachfolgendem Bewusstseinsverlust.

Ebenfalls sehr häufig und in der Regel auch eher harmlos, wenn es durch die Ohnmacht nicht zu einer Verletzung durch einen Sturz kommt, ist die zweite Synkopenform, die orthostatische Synkope. Diese tritt auf z.B. bei zu schnellem Lagewechsel, also wenn man z.B. zu schnell aus dem Liegen aufsteht und unser Kreislauf, der ja u.a. durch ein Zusammenziehen unserer Blutgefäße dafür sorgen muss, dass trotz der nunmehr vertikalen Körperposition noch genug Blut im Kopf ankommt, gewissermaßen nicht schnell genug hinterherkommt. Dadurch verbleibt dann zu viel Blut in der unteren Körperhälfte und es kommt wiederum zu wenig Blut oben im Kopf, im Gehirn an, sodass wir ohnmächtig werden. Diese Synkopenform ist sehr häufig bei jungen, schlanken Frauen und wird durch einen Flüssigkeitsmangel noch begünstigt. Daneben findet man diese Form der Synkope aber z.B. auch bei älteren Patienten, die mit wassertreibenden Medikamenten, sog. Diuretika behandelt werden, gerade dann wenn es vielleicht draußen auch noch heiß ist, was ja Flüssigkeitsverluste zusätzlich begünstigt. Daher hat mir mein alter Oberarzt immer beigebracht gerade bei älteren Patienten den Blutdruck immer auch nach dem Aufstehen im stehender Körperposition zu messen!

Die dritte und meines Erachtens wichtigste, weil potenziell deutlich gefährlichere Gruppe, ist die Gruppe der kardialen Synkopen, also herzbedingte Ohnmachtsanfälle. Diese sind zum Glück deutlich seltener, dafür aber eben auch gefährlicher als die Reflex- oder die orthostatischen Synkopen. Hierbei kann es durch Herzrhythmusstörungen, wie einen zu langsamen Pulsschlag, aber auch durch gefährliche schnelle Herzrhythmusstörungen, wie sie z.B. auch im Rahmen eines Herzinfarktes auftreten können, zu einer deutlichen Verminderung der Pumpleistung des Herzens kommen, die dann letztlich auch wieder zu einem Blutdruckabfall mit der schon so oft beschriebenen verminderten Hirndurchblutung und damit zu einer Ohnmacht führt. Ursachen dieser ggf. auch gefährlichen Herzrhythmusstörungen können verschiedene Herzerkrankungen wie z.B. die koronare Herzkrankheit sein. Daneben kann aber auch eine Herzklappenerkrankung die Ursache sein, wie die sog. Aortenklappenstenose, bei der durch eine Verhärtung und Verkalkung die Aortenklappe verengt ist und dadurch nicht mehr genug Blut aus der linken Herzkammer in den Körper und damit auch in das Gehirn gepumpt werden kann.

Viele, viele Fakten, die Sie jetzt gelesen haben! Die entscheidende „take home Message“ ist folgende:

Synkopen sind sehr häufig und in der Mehrzahl der Fälle eine harmlose, vorübergehende  Kreislauffunktionsstörung. Entscheidend ist aber aus der großen Zahl dieser harmlosen Ohnmachtsformen die potenziell gefährlichen herzbedingten Formen herauszufischen, da diese Sie stark gefährden können. Harmlose Synkopenformen kündigen sich häufig durch vorausgehende Beschwerden, wie Schwindel, ein flaues Gefühl, Schwarz werden vor den Augen, Sternchen sehen, Übelkeit oder Schweißausbrüche an und können dann oftmals durch rechtzeitige Gegenmanöver wie z.B. ein rechtzeitiges Hinlegen, Hochlagerung der Beine und rasche Flüssigkeitsaufnahme oder auch durch ein Anspannen der Muskulatur, z.B. durch einen leicht zu erlernenden speziellen Handgriff verhindert werden.

Herzbedingte Ohnmachtsanfälle treten typischerweise oftmals schlagartig aus dem Nichts heraus auf oder sie kündigen sich durch Herzstolpern, Herzklopfen, Herzrasen oder auch einen deutlich langsameren Puls als gewohnt an. Auch Ohnmachtsattacken, die unter körperlicher Anstrengung, wie etwa beim Treppensteigen, Bergauflaufen oder Sporttreiben, auftreten, sind eher verdächtig auf eine herzbedingte Ursache.

Liebe LeserInnen, natürlich ist es schwierig für einen Laien diese harmlosen von potenziell gefährlichen Ohnmachtsformen zu unterscheiden und daher gilt natürlich wie immer:

Wenden Sie sich im Zweifel an den Arzt Ihres Vertrauens, der Ihre Situation vor Ort mit Ihnen zusammen am besten einschätzen und, falls nötig, weitere Untersuchungen planen kann!

Die Schaufensterkrankheit (PAVK)

Was macht die PAVK, die „Schaufensterkrankheit“ so gefährlich und könnten vielleicht auch Sie betroffen sein?

Die Atherosklerose, also die zunehmende entzündliche Verhärtung, Verengung und Verkalkung unserer Arterien, ist die weltweit größte Bedrohung für unsere Gesundheit. Sie betrifft alle unsere Arterien und kann daher zeitgleich in verschiedenen Organen auftreten und diese dann durch eine eingeschränkte Durchblutung schädigen. Während die Bedrohung durch Herzinfarkt und Schlaganfall den meisten Menschen sehr präsent ist, wird eine weitere durch diese Atherosklerose bedingte Erkrankung deutlich unterschätzt – und das obwohl die betroffenen Menschen das höchste Sterberisiko unter den Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Die Rede ist von der sog. PAVK, der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, im Volksmund auch als „Schaufensterkrankheit“ bekannt.

Schätzungen gehen davon aus, dass 20% der Patienten, die eine Hausarztpraxis aufsuchen, eine solche PAVK haben, ohne davon zu wissen! Es handelt sich also um eine wirkliche Volkskrankheit mit leider sehr hoher Dunkelziffer. Dabei ist die frühzeitige Diagnose dieser Erkrankung extrem wichtig, um das Voranschreiten rechtzeitig und effektiv aufzuhalten und v.a. auch Komplikationen der Atherosklerose an anderen Organen, wie Herzinfarkt und Schlaganfall, zu verhindern!

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Aber was passiert da eigentlich genau in den Beinarterien und wieso wird diese Krankheit als “Schaufensterkrankheit“ bezeichnet?!

Unsere Muskulatur ist zur Deckung ihres Sauerstoffbedarfs auf eine ausreichende Durchblutung angewiesen. Dabei steigt der Sauerstoffbedarf, wenn die Muskulatur aktiv ist, also z.B. wenn wir gehen.

Liegt nun eine Verengung der Beinarterien durch Ablagerungen an den Arterienwänden vor, also die bereits besprochene Plaquebildung bei Atherosklerose, dann kann dieser Sauerstoffmehrbedarf der Beinmuskulatur beim Gehen nicht mehr ausreichend gedeckt werden. Der Muskel übersäuert und die betroffenen Menschen müssen nach kurzer Gehstrecke stehen bleiben und eine Pause machen, damit sich die Muskulatur erholen kann. Diese Pause nutzen sie z.B. um in ein Schaufenster schauen – daher also der Name „Schaufensterkrankheit“.

Die periphere art. Verschlusskrankheit verläuft in 4 Stadien, im ersten Stadium bestehen bereits Veränderungen der Arterien mit der besprochenen Plaquebildung aber es werden noch keine Schmerzen verspürt. In den fortgeschrittenen Stadien kommt es dann zu Schmerzen in den Waden, den Oberschenkeln oder sogar der Pomuskulatur mit einer zunehmenden schmerzbedingten Abnahme der Gehstrecke. Schließlich können dann im fortgeschrittenen Stadium sogar schon in Ruhe Schmerzen auftreten und Komplikationen der eingeschränkten Durchblutung bis hin zum Absterben von Gewebe mit dann notwendigen Amputationen.

Lassen Sie es nicht so weit kommen! Die Atherosklerose und damit auch die PAVK, also die „Arterienverkalkung“ lässt sich durch einen klugen Lebensstil mit Verzicht auf das Rauchen, ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung und Kontrolle von Blutdruck und Cholesterinwerten effektiv verhindern bzw. aufhalten.

Wichtig ist v.a. auch die Erkrankung frühzeitig festzustellen, um konsequente Gegenmaßnahmen einleiten zu können und Komplikationen, auch solche an anderen Organen, wie Herzinfarkt und Schlaganfall, vermeiden zu können. Die PAVK ist durch eine einfache, in 5 Minuten beim Arzt durchzuführende Untersuchung durch Blutdruckmessung am Arm und am Bein oberhalb des Knöchels leicht und schmerzfrei festzustellen! Wird am Bein ein niedrigerer Blutdruck als am Arm gemessen muss von einer Durchblutungsstörung ausgegangen werden. In diesem Fall muss dann mit weiterführenden Untersuchungen, wie einem Blutgefäßultraschall, das genaue Ausmaß der Erkrankung ermittelt werden.

Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer,
sollten Sie von einer PAVK betroffen sein haben Sie die Möglichkeit den weiteren Verlauf Ihrer Erkrankung entscheidend positiv zu beeinflussen. Zusammen mit Ihrem Arzt können Sie einen Behandlungsplan entwickeln zu dem neben den im Vordergrund stehenden Verbesserungen im Lebensstil auch weitere technische und medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten zur dauerhaften Verbesserung der Durchblutungssituation Ihrer Beine gehören können. Ihr behandelnder Arzt wird Sie hierzu bestens aufklären können.

Bis dahin, bleiben Sie schön gesund, Ihr Dr. Heart!

Das obstruktive Schlafapnoesyndrom

Das obstruktive Schlafapnoesyndrom ist eine der häufigsten Ursachen für einen „sekundären“, also krankheitsbedingten Bluthochdruck.

Leiden Sie unter ständiger Müdigkeit, nicken Sie bei monotonen Tätigkeiten regelmäßig ein, brauchen sie morgens bereits mehrere Tassen Kaffee um die Augen überhaupt richtig auf zu bekommen und hat ihr Partner Sie vielleicht sogar schon darauf hingewiesen, dass Sie nachts häufig Atempausen haben? Dann könnte es tatsächlich sein, dass bei Ihnen eine sog. obstruktives Schlafapnoesyndrom vorliegt was dringend weiter abgeklärt werden sollte.

Typisch für diese Erkrankung ist ein unregelmäßiges Schnarchen. Während normales Schnarchen ja sehr verbreitet ist und bei ungefähr 60 % der > 60 -jährigen Menschen insbesondere nach abendlichem Alkoholkonsum gelegentlich oder sogar regelmäßig auftritt sollte bei lautem Schnarchen, dass durch wiederholte Atempausen unterbrochen wird bevor die Armung dann wieder mit einem lauten Schnarchgeräusch einsetzt unbedingt an das Schlafapnoesyndrom gedacht werden. Das Schlafapnoesyndrom wird häufig nicht oder zu spät erkannt obwohl es extrem häufig ist, man nimmt an, dass es in etwa fast halb so häufig ist wie die Volkskrankheit Diabetes und ungefähr 5 % aller Männer und 3 % aller Frauen betrifft.

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Ursache für die wiederholten nächtlichen Atemaussetzer ist eine Erschlaffung der Rachenmuskulatur. Hierdurch kommt es zu einem Kollabieren der oberen Atemwege ähnlich wie bei einem Luftballon, dem man die Luft entzieht. Dadurch kann die Luft nicht mehr durch die kollabierten Atemwege in die Lungen strömen, trotzdem versucht die Atemmuskulatur durch verstärktes Arbeiten weiter Luft in die Lungen zu transportieren, so dass sich Bauch und Brustkorb weiter heben und senken wie bei einer besonders angestrengten Atmung. Da jedoch aufgrund der kollabierten Atemwege keinerlei Luft in die Lunge gelangt kommt es zu einem drastischen Abfall des Sauerstoffgehalts im Blut wodurch das Gehirn eine Alarmreaktion mit vermehrter Ausschüttung von Stresshormonen auslöst. Dadurch kommt es zu wiederholten Unterbrechungen des Schlafes, der Patient wird zwar nicht bewusst wach aber die Alarmreaktion führt schließlich dazu dass die Muskelspannung im Rachenraum kurzzeitig wieder zunimmt und somit für einige Atemzüge die Luft wieder den Rachenraum passieren kann. Dadurch kommt es dann zu einem besonders heftigen Schnarchgeräusch. Diese wechselnden Phasen von Atemstillstand und Alarmreaktion können sich bis zu 60 mal pro Stunde bzw. bis zu 400x pro Nacht wiederholen, so dass man sich sehr gut vorstellen kann dass es hierbei nicht zu einem erholsamen Schlaf kommt. Die Folgen sind eine zwanghafte Einschlafneigung tagsüber so dass insbesondere bei passiven Tätigkeiten wie Fernsehen, Versammlungen aber auch beim Autofahren es zum gefährlichen Sekundenschlaf kommen kann, der auf deutschen Strassen mehr Unfälle verursacht als Alkohol oder andere Drogen. Daneben berichten Betroffene auch von morgendlichen Verspannungen v.a. im Nackenbereich, Konzentrationsschwäche und Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen.

Nun sind wir hier aber bei Dr. Heart und Sie fragen sich vielleicht was das alles mit dem Herz zu tun haben soll? Darüber werden wir uns im folgenden Clip unterhalten..

Extrem häufig, zu oft unerkannt aber effektiv behandelbar: Das Obstruktive Schlafapnoesyndrom.

Was hat ein Schlafapnoesyndrom mit unserem Herzen zu tun, eigentlich ist es doch eine Erkrankung, die eher die Lunge betrifft. Wie so häufig im Leben sind die Dinge etwas komplizierter und die Organe in unserem Körper stehen natürlich in einer Wechselbeziehung zueinander.

Aufgrund der vermehrten Ausschüttung von Stresshormonen während der wiederholten nächtlichen Alarmreaktionen des Körpers wenn der Sauerstoffgehalt in unserem Blut aufgrund der blockierten Atmung gefährlich abfällt, entwickelt sich ein Bluthochdruck. Dieser wiederum ist ja einer der wichtigsten Risikofaktoren und Beschleuniger der großen Volkskrankungen wie der koronaren Herzkrankheit, Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzschwäche. Daneben begünstigt die wiederholte Ausschüttung von Stresshormonen auch das Auftreten von Herzrhythmusstörungen wie z.B. dem Vorhofflimmern.

Schön und gut, jetzt wissen wir also, dass das SAS eine ziemlich üble Sache zu sein scheint, stellt sich die Frage, was kann ich tun?

Zunächst einmal muss natürlich die korrekte Diagnose gestellt werden, daher ist der erste Schritt, wenn bei Ihnen oder ihrem Partner also die eben besprochenen Beschwerden vorliegen sollten sich bei ihrem Hausarzt vorzustellen. Der Hausarzt wird Sie dann bei entsprechendem Verdacht einem Spezialisten vorstellen. Über einen speziellen Recorder, den sie mit nach Hause nehmen können, kann dann während des Schlafes ihre Atmung und der Sauerstoffgehalt des Blutes überprüft und dokumentiert werden. Sollte sich hieraus tatsächlich der Verdacht auf ein Schlafapnoesyndrom bestätigen, wird die endgültige Diagnose in einem so genannten Schlaflabor anhand etwas komplizierterer Untersuchungen gestellt.

Die gute Nachricht ist, dass man das SAS, wenn man es erstmal diagnostiziert hat, heutzutage gut behandeln kann.

Zu den Basismaßnahmen, die in leichten Fällen oftmals schon zum Erfolg führen können gehört ein Übergewicht zu reduzieren, auf abendlichen Alkoholgenuss zu verzichten und auch keine Schlaf- oder Beruhigungsmittel einzunehmen, die diese Art von Schlafstörung sogar verstärken können. Teilweise kann in leichteren Fälle der Erkrankung durch eine so genannte Unterkiefer-Protrusionsschiene der Unterkiefer nach vorne verlagert werden was das Zusammenfallen der Atemwege oftmals verhindern und somit in leichten Fällen der Erkrankung oftmals bereits zum Erfolg führen kann.

Die entscheidende Therapieform, die in den meisten Fällen dieser Erkrankung zum dauerhaften Erfolg führt ist die sog. die CPAP-Therapie, die Abkürzung steht für continuous positive airway pressure, also kontinuierlich erhöhter Atemwegsdruck. Hierdurch wird über eine Maske ein kontinuierlich erhöhter Atemwegsdruck ausgeübt, der wie eine Luftschiene das Zusammenfallen der oberen Atemwege verhindert. so dass es nicht mehr zu den problematischen Atemaussetzern infolge Kollabieren der Atemwege kommen kann. Die Behandlung mit einem solchen Beatmungsgerät wird in einem Schlaflabor erlernt und eingestellt.

Auch wenn viele Patienten zunächst vor der Vorstellung zurückschrecken mit einer Maske schlafen gehen zu müssen ist es doch so, dass die meisten Patienten oft bereits nach der ersten Nacht berichten sich wie neugeboren zu fühlen und endlich wieder leistungsfähig, konzentriert und fit zu sein. Auch die drohenden Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck Herzrhythmusstörungen und Depressionen können durch eine erfolgreiche Therapie mit der CPAP Maske erfolgreich beeinflusst werden.

Also wenn Sie oder Ihr Partner an den eben genannten Beschwerden leiden zögern Sie nicht und gehen Sie zu dem Arzt Ihres Vertrauens.

Disclaimer

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