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Schlaganfall

Der Schlaganfall (Synonym: Apoplex, zerebraler Insult, im Volksmund oft auch als Hirnschlag bezeichnet) ist weltweit die 2. häufigste Todesursache und verursacht unsägliches Leid. Lernen Sie, wie Sie einen Schlaganfall rasch erkennen und somit zum Lebensretter werden können!

Definition und Beschreibung

Unter einem¬†Schlaganfall, auch als Hirnschlag, Apoplex oder zerebraler Insult bezeichnet, versteht man eine¬†pl√∂tzlich auftretende Durchblutungsst√∂rung im Gehirn. Sie betrifft die Arterien im Gehirn, also diejenigen Gef√§√üe, die sauerstoffreiches Blut transportieren. Durch die Durchblutungsst√∂rung und den dadurch verursachten Sauerstoffmangel des Hirngewebes kann es ‚Äěschlag‚Äúartig zu den verschiedenen Beschwerden und Funktionsausf√§llen wie einer pl√∂tzlichen¬†Halbseitenl√§hmung des K√∂rpers bzw. einzelner K√∂rperteile,¬†Sprach- und/oder Sehst√∂rungen,¬†Gangst√∂rungen sowie u.a. Orientierungs- und Bewusstseinsst√∂rungen kommen. Fast 270.000 Menschen erleiden in Deutschland j√§hrlich einen Schlaganfall und er stellt bei uns die¬†dritth√§ufigste Todesursache¬†nach Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen dar, weltweit gesehen sogar die zweith√§ufigste. Knapp 40% der Betroffenen versterben innerhalb eines Jahres und von den √úberlebenden bleibt etwa ein Drittel der Patienten auf Dauer behindert oder pflegebed√ľrftig. Aus diesem Grund sollte die effektive Verh√ľtung von Schlaganf√§llen mit Nachdruck in das √∂ffentliche Bewusstsein ger√ľckt werden.

Ursachen und Risikofaktoren

Ursache eines Schlaganfalles ist in acht von zehn F√§llen eine ‚Äěverstopfte‚Äú Arterie im Gehirn.¬†Dies nennt man dann in der medizinischen Fachsprache einen ‚Äěisch√§mischen Insult‚Äú, in der Umgangssprache auch ‚ÄěHirninfarkt‚Äú. In zwei von zehn F√§llen liegt dem Schlaganfall eine Blutung zugrunde, dann spricht man vom sogenannten ‚Äěh√§morrhagischen Insult‚Äú, sprich einer ‚ÄěHirnblutung‚Äú.

F√ľr den Hirninfarkt, also eine ‚Äěverstopfte‚Äú Arterie kommen wiederum verschiedene Ursachen in Frage: Allen voran ist hier die¬†Atherosklerose, also die Arterienverkalkung zu nennen, die ja die Ursache der allermeisten unserer Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellt. Ganz √§hnlich wie am Herzen k√∂nnen sich auch im Bereich der Hirnarterien bzw. der das Gehirn versorgenden Arterien arteriosklerotische Ablagerungen, sog. Plaques bilden. Diese k√∂nnen schlie√ülich aufrei√üen und dann durch eine Blutgerinnselbildung an dieser aufgerissenen Plaque zu einem vollst√§ndigen Gef√§√üverschluss f√ľhren. Teile der Gef√§√üablagerungen k√∂nnen sich aber auch aus einer Arterie, z.B. aus der Halsschlagader (Arteria carotis) abl√∂sen, mit dem Blutstrom fortgesp√ľlt werden und dann direkt eine Hirnarterie verstopfen.

Des Weiteren k√∂nnen¬†Blutgerinnsel¬†auch¬†aus anderen Regionen des K√∂rpers, insbesondere aus dem Herzen in die Hirnarterien verschleppt werden. Besonders gef√§hrdet sind hier Menschen mit einem sog.¬†Vorhofflimmern¬†oder einer¬†Endokarditis,¬†einer Entz√ľndung der Herzklappen. Beim Vorhofflimmern findet keine geordnete elektrische Erregung der Herzvorh√∂fe mehr statt, sodass es zu keiner geregelten Pumpfunktion mehr kommt. Dies f√ľhrt zu einer starken Verlangsamung des Blutflusses im Bereich der Herzvorh√∂fe und zu dauerhaften Ver√§nderungen im Bereich der Muskulatur der Herzvorh√∂fe, die bewirken k√∂nnen, dass das Blut in den Herzvorh√∂fen gerinnen und sich ein Thrombus, ein Blutgerinnsel ausbilden kann. L√∂st sich ein solches Blutgerinnsel aus dem Herzvorhof und gelangt mit dem Blutstrom in das Gehirn, dann kann es dort ebenfalls eine Hirnarterie verstopfen und somit zu einem Schlaganfall f√ľhren.¬†Etwa ein F√ľnftel aller Schlaganf√§lle ist durch Vorhofflimmern bedingt.

Bei einer¬†Endokarditis, also einer Entz√ľndung der Herzinnenhaut, k√∂nnen sich entz√ľndliche, bakterielle Auflagerungen von den entz√ľndeten Herzklappen losl√∂sen, √ľber den Blutkreislauf in die Hirngef√§√üe gelangen und diese verschlie√üen.

Die¬†Risikofaktoren¬†f√ľr einen isch√§mischen Insult, also der¬†Verstopfung einer Arterie im Gehirn,¬†entsprechen im Grunde genommen den allgemeinen Risikofaktoren f√ľr die Entwicklung einer Arteriosklerose. Dazu z√§hlen

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u.a.¬†der¬†Bluthochdruck, bauchbetontes √úbergewicht (abdominelle¬†Adipositas),¬†Bewegungsmangel, Rauchen, Diabetes mellitus, also die Zuckerkrankheit, Stress, eine Fettstoffwechselst√∂rung (z.B. erh√∂htes LDL-Cholesterin), vermehrter¬†Alkoholkonsum¬†und ein¬†Schlafapnoe-Syndrom. Auch Menschen, die bereits¬†Gef√§√ükrankheiten¬†haben, eventuell sogar schon einen Herzinfarkt erlitten haben, sind einem h√∂heren Risiko f√ľr einen Schlaganfall ausgesetzt. Und: Das Schlaganfallrisiko ist sogar zus√§tzlich auch von der Blutgruppe abh√§ngig. Die Blutgruppe 0 hat das kleinste Risiko. Wer dagegen die Blutgruppe AB hat, soll ein um 30% erh√∂htes Risiko haben.

F√ľr eine Hirnblutung, also einen h√§morrhagischen Insult, kommt vor allem die sogenannte zerebrale Mikroangiopathie bei¬†Bluthochdruck¬†als Ursache in Frage. ‚ÄěZerebrale Mikroangiopathie‚Äú bezeichnet eine krankhafte Ver√§nderung der kleinsten Blutgef√§√üe im Gehirn, die vermehrt Blutungen entstehen l√§sst, vor allem bei einem zu hohen Blutdruck. ‚ÄěSchie√üt‚Äú das Blut bei hohem Druck durch die empfindlichen Blutgef√§√üe, dann k√∂nnen diese leichter einrei√üen.

Dar√ľber hinaus k√∂nnen auch Fehlbildungen der Gef√§√üe, z.B. Aussackungen der Hirnarterien (Aneurysmen), eine Ursache f√ľr eine Hirnblutung darstellen, da die ausged√ľnnten Gef√§√üw√§nde insbesondere bei hohem Blutdruck stark gef√§hrdet sind einzurei√üen.

Wer¬†Gerinnungshemmer¬†wie z.B. Marcumar¬ģ einnimmt, ist ebenfalls verst√§rkt gef√§hrdet, eine Hirnblutung zu bekommen. Seltener sind Ursachen wie Gef√§√üentz√ľndungen, Hirntumoren, Drogenmissbrauch (vor allem Kokain und Amphetamine) oder Unf√§lle (z.B. bei Sch√§del-Hirn-Trauma) Ursache einer Einblutung in das Gehirn. Das Risiko, eine Hirnblutung unter der Behandlung mit Gerinnungshemmern zu erleiden, ist erfreulicherweise unter den¬†neueren Gerinnungshemmern, den sog. NOAK im Vergleich mit den bisherigen Standardmedikamenten zur Blutverd√ľnnung wie Marcumar nur noch halb so gro√ü.

Symptome und Anzeichen

Welche Anzeichen sprechen f√ľr einen Schlaganfall?

Die Symptome bei einem Schlaganfall sind leider¬†nicht immer typisch, insbesondere bei einem nur leichten Schlaganfall. Manchmal treten nur unscheinbare Beschwerden wie¬†Schwindel, eine¬†Bewusstseinseintr√ľbung¬†oder leichte¬†Wesensver√§nderung¬†auf. Im Gegensatz zu einem weit verbreiteten Irrglauben treten beim Schlaganfall meistens keine starken Kopfschmerzen auf. Daher erscheinen viele Patienten¬†oft zu sp√§t in der Klinik, was ein gro√ües Problem darstellt, denn das Zeitfenster f√ľr eine optimale Behandlung ist dann h√§ufig schon geschlossen und das mit Sauerstoff unterversorgte Hirngewebe unwiderruflich zerst√∂rt. Das wichtigste bei einem Schlaganfall ist daher, den Schlaganfall √ľberhaupt als solchen zu erkennen oder zu vermuten und dann¬†sofort den Rettungsdienst unter der europaweiten 112 zu alarmieren. In der Klinik kann dann das verschlossene Gef√§√ü schnellstm√∂glich wieder ‚Äěfrei ger√§umt‚Äú und somit wertvolles Hirngewebe gerettet werden ‚Ästtime is brain!

Typische Beschwerden bei einem Schlaganfall sind z.B.:

  • Einseitige, also auf einer K√∂rperseite auftretende L√§hmungen, Schw√§che und Taubheitsgef√ľhle ‚Äď viele kennen das typische Bild eines¬†h√§ngenden Mundwinkels¬†oder eines¬†schiefen Gesichts
  • Sprachst√∂rungen und Sprachverst√§ndnisst√∂rungen, also eine¬†verwaschene Sprache, Kauderwelsch oder Wortfindungsst√∂rungen bis hin zum Sprachverlust (Aphasie)
  • Schwindel und¬†Gangst√∂rung¬†mit Abweichung in eine Richtung
  • Sehst√∂rungen, Orientierungsst√∂rungen, Verwirrtheit
  • Fehlende Wahrnehmung eines Teils der Umwelt oder des eigenen K√∂rpers (sogenannter¬†Neglect)
  • Schluckst√∂rungen

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Im Ernstfall, wenn es also darum geht rasch zu erkennen, ob ein Schlaganfall vorliegen k√∂nnte, kann sich das nat√ľrlich kein Mensch merken. Deshalb wurde ein einfacher, leicht zu merkender Test, der¬†FAST-Test¬†entwickelt ‚Äď fast wie das englische ‚Äěschnell‚Äú. Wenn man Buchstabe f√ľr Buchstabe vorgeht, kann man auf einfachste Weise die¬†klassischen Warnsignale f√ľr einen Schlaganfall¬†abfragen, ggf. den Verdacht auf einen Gehirnschlag erh√§rten und dann umgehend den Rettungsdienst alarmieren.

F steht f√ľr Face (Gesicht):¬†Bitten Sie die Person zu l√§cheln ‚Äď ist das Gesicht oder der Mundwinkel einseitig verzogen, spricht dies f√ľr eine Halbseitenl√§hmung (Hemiparese).

A steht f√ľr Arms (Arme):¬†Die Person soll die Arme gerade nach vorne ausstrecken, die Handfl√§chen nach oben drehen und die Augen schlie√üen. Liegt eine Halbseitenl√§hmung (Hemiparese) vor, wird die Person nach einer halben Minute einen Arm eindrehen oder absenken lassen.

S steht f√ľr Speech (Sprache):¬†Lassen Sie die Person einen Satz nachsprechen, z.B. ‚ÄěHeute ist das Wetter sch√∂n.‚Äú Gelingt der Person das nicht, oder klingt die Sprache verwaschen, sollten Sie alarmiert sein!

T steht f√ľr Time (Zeit):¬†Dieser Buchstabe soll Sie daran erinnern, dass bei einem Schlaganfall jede Sekunde z√§hlt, um die betroffene Person zu retten. Rufen Sie daher schnellstm√∂glich den Rettungsdienst unter der 112!

Diagnostik

Welche Untersuchungen tragen zur Fr√ľherkennung eines Hirnschlags bei?

Die exakte Diagnose eines Schlaganfalls wird durch einen Arzt gestellt, vor allem durch Neurologen oder Internisten. Diese untersuchen gezielt, welche K√∂rperregionen von Ausfallerscheinungen betroffen sind und k√∂nnen so schon √ľber die Symptomatik eine Verdachtsdiagnose aufstellen, welches Hirnareal und damit welches Gef√§√ü im Gehirn betroffen ist. Zur Absicherung der Diagnose werden sog.¬†bildgebende Verfahren¬†herangezogen, wie z.B. eine¬†Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT). Diese geben auch Auskunft dar√ľber, inwiefern eine Therapie erfolgsversprechend ist, denn hier kann erkannt werden, wieviel Hirngewebe noch zu retten ist. Au√üerdem kann auf diese Weise unterschieden werden, ob ein isch√§mischer oder h√§morrhagischer Insult vorliegt, sprich ein verstopftes Hirngef√§√ü oder eine Hirnblutung. Diese Information ist ganz entscheidend, da sich die Behandlung hierbei grundlegend unterscheidet.

Nachdem mittels der oben genannten bildgebenden Verfahren gekl√§rt worden ist, ob es sich um einen isch√§mischen oder h√§morrhagischen Schlaganfall handelt und die entsprechende Notfallbehandlung (s.u.) durchgef√ľhrt wurde, werden nachfolgend meist noch weitere Untersuchungen durchgef√ľhrt, um die Schlaganfallursache genauer einzugrenzen.

Mit einer speziellen Ultraschall-Untersuchung, einer sog. Farbduplex-Sonografie der hirnversorgenden Gefäße (A. Carotis) können arteriosklerotische Ablagerungen, sprich Plaques in der Halsschlagader als mögliche Quelle der den Schlaganfall verursachenden Blutgerinnsel erkannt werden.

Eine¬†Ultraschall-Untersuchung der Herzh√∂hlen, die √ľber die Speiser√∂hre durchgef√ľhrt wird (sog. trans√∂sophageale Echokardiographie, ‚ÄěSchluckecho‚Äú), kann Blutgerinnsel im linken Herzvorhof oder Auflagerungen auf den¬†Herzklappen¬†als m√∂gliche Schlaganfallursachen darstellen.

Mittels einer¬†LZ-EKG-Untersuchung¬†wird nach Herzrhythmusst√∂rungen, speziell dem bereits beschriebenen Vorhofflimmern gefahndet, welches f√ľr rund ein F√ľnftel aller Schlaganf√§lle verantwortlich ist.

Therapie

Wie kann man die Sauerstoffversorgung des Gehirns wiederherstellen?

Ziel der Therapie eines Schlaganfalls ist es, das betroffene¬†Gehirngewebe schnellstm√∂glich wieder mit Blut zu versorgen, bevor es infolge des Sauerstoffmangels unwiederbringlich abstirbt. Spezialisiert f√ľr die Behandlung des Schlaganfalls sind die sogenannten Stroke-Units, also ‚ÄěSchlaganfall-Einheiten‚Äú in den Krankenh√§usern.

Ist ein Hirngef√§√ü durch einen Thrombus verstopft, betr√§gt die¬†Zeitspanne, innerhalb derer der Thrombus noch medikament√∂s aufgel√∂st werden kann, 4,5 Stunden. Das bedeutet allerdings nicht, dass man diese Zeit abwarten und den Betroffenen beobachten k√∂nnte, da nat√ľrlich kontinuierlich Hirnzellen absterben und die m√∂glichen Behandlungserfolge umso besser ausfallen je fr√ľher behandelt werden kann.

Nach dem Rufen des Rettungsdienstes sollten Sie den Patienten gut beobachten und seinen¬†Oberk√∂rper erh√∂ht¬†lagern. Er sollte¬†nichts mehr essen und trinken, da der Schluckvorgang beeintr√§chtigt sein kann. Der eingetroffene Rettungsdienst wird den Patienten mit Sauerstoff versorgen und unverz√ľglich in die n√§chste ‚ÄěStroke Unit‚Äú transportieren.¬†Basisma√ünahmen¬†sind dort zun√§chst einmal die Sicherung der sog. Vitalfunktionen, also eine Stabilisierung von Blutdruck, Puls, Sauerstoffs√§ttigung im Blut, K√∂rpertemperatur usw. Liegt ein isch√§mischer Insult (verstopfte Hirnarterie) noch im Zeitfenster, d.h., bestehen die Symptome nicht l√§nger als 4,5 Stunden, wird eine sogenannte¬†Lyse-Behandlung¬†durchgef√ľhrt. Hierbei werden Medikamente, die das¬†Blutgerinnsel aufl√∂sen¬†(Thrombolyse) k√∂nnen, √ľber die Blutbahn verabreicht und so das Blutgef√§√ü wieder durchg√§ngig gemacht. Je fr√ľher diese Thrombolyse durchgef√ľhrt wird, desto gr√∂√üer sind die Chancen des Patienten, den Schlaganfall ohne gr√∂√üere bleibende Sch√§den zu √ľberstehen.

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Neben einer medikament√∂sen Lysetherapie kann auch mittels eines speziellen¬†Katheters, der in die Blutbahn des Patienten eingef√ľhrt wird, der Thrombus aus der Arterie gezogen werden, dies bezeichnet man als¬†Neurothrombektomie. Dieses Verfahren ist noch nicht √ľberall verf√ľgbar, ist aber insbesondere bei gr√∂√üeren Schlaganf√§llen sehr effektiv.

Liegt dem Schlaganfall stattdessen eine¬†Hirnblutung¬†zugrunde, wird meist versucht, die Ursache der Blutung zu beheben. Eine Lyse w√§re hier fatal, denn diese w√ľrde das Ausma√ü der Blutung noch verst√§rken und verhindern, dass die Blutung im Gehirn zum Erliegen kommt. Wurden vom Patienten Gerinnungshemmer eingenommen, k√∂nnen¬†gerinnungsf√∂rdernde Substanzen¬†gegeben werden. Zus√§tzlich besteht die M√∂glichkeit, den ‚ÄěBluterguss‚Äú im Gehirn operativ, d.h.¬†neurochirurgisch¬†zu beseitigen. In jedem Fall muss der Patient auf einer Intensivstation betreut und behandelt werden.

Liegt eine besonders gro√üe Hirnblutung vor, oder entwickelt sich in der Folge des Schlaganfalls ein zu gro√üer Druck im Bereich des Sch√§dels, weil das gesch√§digte Hirngewebe anschwillt, kann in schweren F√§llen auch eine operative Hirndruck-Entlastung notwendig werden. Hierf√ľr wird ein Teil des Sch√§delknochens entfernt, damit sich das Gehirn ausdehnen kann und der Druck im Bereich des Sch√§dels gesenkt wird. Sp√§ter kann dieser ‚ÄěKnochendeckel‚Äú dann wieder aufgesetzt werden.

Einem Schlaganfall vorbeugen

Wie Sie sehen, ist ein Schlaganfall ein sehr schwerwiegendes Ereignis, welches t√∂dlich verlaufen kann und ausgesprochen viel Leid und Behinderung verursacht. Dabei ist ein solches Schicksal in den allermeisten F√§llen vermeidbar. √Ąhnlich wie auch beim Herzinfarkt l√§sst sich das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden bedeutend √ľber unseren¬†eigenen Lebensstil beeinflussen! Entscheidend sind eine gute Blutdruck-, Cholesterin- und Blutzuckereinstellung sowie ein Verzicht auf das Rauchen. Dar√ľber hinaus nat√ľrlich regelm√§√üige k√∂rperliche Bewegung, ein m√∂glichst normales K√∂rpergewicht und v.a. eine gesunde Ern√§hrung mit reichlich Obst und Gem√ľse, Ballaststoffen sowie pflanzlichen Eiwei√üen und √Ėlen.

Liegt ein Vorhofflimmern vor, ist die Einnahme von Gerinnungshemmern entscheidend, um einer Thrombenbildung im Herzen vorzubeugen. Unter Umst√§nden kann, wenn z.B. eine medikament√∂se ‚ÄěBlutverd√ľnnung‚Äú aufgrund einer erh√∂hten Blutungsneigung zu risikoreich erscheint, auch ein kleiner Eingriff am Herzen vorgenommen werden, mit der man quasi auf mechanischem Wege versucht eine Blutgerinnselbildung in den flimmernden Herzvorh√∂fen zu verhindern: der sog. Vorhofohrverschluss.

Gerade auch bei j√ľngeren Patienten, bei denen ein oder mehrere Schlaganf√§lle ohne klar erkennbare Ursache aufgetreten sind, sollte ein sog. offenes Foramen ovale in Betracht gezogen werden. Hierbei k√∂nnen durch eine Verbindung zwischen den Herzvorh√∂fen Blutgerinnsel aus den K√∂rpervenen in die Hirnarterien verschleppt werden und einen Schlaganfall ausl√∂sen. Durch einen Kathethereingriff kann das ‚ÄěLoch im Herzen‚Äú verschlossen werden und somit ein weiterer Schlaganfall verhindert werden:

Wie so h√§ufig steht aber auch bei der Schlaganfallvermeidung unser ‚Äělifestyle‚Äú absolut im Mittelpunkt. Also, nehmen Sie Ihre Gesundheit und Ihr Schicksal selber in die Hand und entscheiden Sie sich f√ľr einen gesunden Lebensstil. Anregungen hierf√ľr finden Sie auf dieser Webseite en masse!

In diesem Sinne,

w√ľnschen wir Ihnen von Herzen viel Erfolg!

Disclaimer

Die Vermittlung von Gesundheitsinformationen ist mit einer besonderen Verantwortung verbunden, der ich mir bewusst bin. Daher pr√ľfe und aktualisiere ich die Inhalte und Empfehlungen kontinuierlich. Eine Garantie f√ľr Vollst√§ndigkeit, Korrektheit und letztendliche Aktualit√§t kann ich jedoch nicht √ľbernehmen. Wir haften daher nicht f√ľr eventuelle Sch√§den, die mit der Verwendung oder einem Missbrauch meiner ver√∂ffentlichten Inhalte entstehen. Zum Teil wird in den dargebotenen Beitr√§gen meine pers√∂nliche Meinung dargelegt, die ggf. auch von medizinischen Leitlinien oder Empfehlungen durch Fachgesellschaften abweichen kann. Hinweise zu Medikamenten oder Medizinprodukten sind keine Anleitung zur Selbstmedikation. Die auf der Dr. Heart Webseite dargebotenen Informationen d√ľrfen nicht dazu verwendet werden, eine √§rztliche Behandlung eigenst√§ndig zu beginnen, zu ver√§ndern oder zu beenden, hier ist in jedem Fall ihr Arzt zu konsultieren. Dr. S. Waller und Mitarbeiter sind unter keinen Umst√§nden f√ľr Sch√§den haftbar zu machen, die sich aus der Nutzung der dargebotenen Informationen ergeben k√∂nnten. Es ist nicht beabsichtigt, mit diesem Haftungsausschluss gegen geltendes nationales Recht zu versto√üen. Die Informationen auf dr-heart.de ersetzen nicht Ihren pers√∂nlichen Arztbesuch, bei entsprechenden gesundheitlichen Problemen ist in jedem Fall ihr Arzt aufzusuchen, der eine korrekte Diagnose stellen und ggf. eine passende Therapie einleiten kann.