Adipositas-Paradoxon

Adipositas-Paradoxon, …was ist denn nun das beste Gewicht?

Zu jeder guten Regel scheint es immer auch Ausnahmen zu geben…

Eine interessante Meldung hat vor einiger Zeit die Gem√ľter erhitzt. Nachdem ja bislang ausnahmslos davon ausgegangen wurde, dass ein erh√∂htes K√∂rpergewicht das Auftreten schwerer Erkrankungen wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Herzschw√§che, Arteriosklerose, Schlaganfall und Brustkrebs beg√ľnstigt und¬†√úbergewicht als eindeutiger Risikofaktor, der die Lebenserwartung signifikant herabsetzt, angesehen wurde und dies auch in vielen klinischen Studien, beispielsweise der ber√ľhmten Framingham-Heart-Studie, gezeigt wurde, geben nun neuere Erkenntnisse aus bev√∂lkerungsbezogenen Untersuchungen Grund zum Zweifel an dieser vielleicht doch etwas zu allgemeinen Formel. Nach neueren Erkenntnissen scheint es so zu sein, dass Patienten, also bereits erkrankte Menschen, von einem erh√∂hten Ausgangsk√∂rpergewicht eher zu profitieren scheinen. Dieses als¬†obesity paradox oder Adipositas-Paradoxon¬†bekannte Ph√§nomen wurde insbesondere bei schweren chronischen, also langwierigen, in der Regel nicht heilbaren Erkrankungen gefunden. Unbestritten bleibt hingegen, dass eine¬†ausgepr√§gte Fettsucht, d.h. eine Adipositas der Schweregrade¬†II und III (d.h. mit einem Body Mass Index von 35 und h√∂her) mit einem¬†deutlich¬†erh√∂hten Sterberisiko¬†einhergeht.

Auch wenn zu dieser Thematik insgesamt sicher nicht nicht das letzte Wort gesprochen ist, scheint mir pers√∂nlich hier folgendes Vorgehen als vern√ľnftig und einleuchtend. Im allgemeinen lohnt es sich in jedem Fall sich herzgesund zu ern√§hren und sein K√∂rpergewicht, insbesondere auch das Bauchfett im Auge zu behalten. Von dieser Regel kann aber bei Patienten mit schweren dauerhaften Erkrankungen, wie z.B. auch einer schweren Herzschw√§che abgesehen werden, da diese Patienten von einer gewissen K√∂rpergewichts- Reserve in schweren Erkrankungsphasen zu profitieren scheinen.

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