Statine (Cholesterinsenker)

Simvastatin, Atorvastatin und Co. ‚Äď lernen Sie wieso diese Medikamente noch viel mehr k√∂nnen als nur das ‚Äěb√∂se‚Äú LDL-Cholesterin zu senken und deshalb bei der Koronaren Herzkrankheit unverzichtbar sind

erstaunliche Effekte √ľber die reine Cholesterinsenkung hinaus ‚Äď die Statine

Ebenfalls zum¬†absoluten Behandlungsstandard¬†f√ľr alle Patienten mit einer koronaren Herzerkrankungen geh√∂ren die Statine, auch als CSE-Hemmer, also Cholesterinsynthesehemmer, bekannt. Statine sind in der Regel¬†sehr gut vertr√§glich¬†und wirken durch Hemmung des Schl√ľsselenzyms der k√∂rpereigenen Cholesterinbildung, der sog. HMG-CoA-Reduktase, daher auch die etwas komplizierte √§ltere Bezeichnung HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren. Zu den bei uns am h√§ufigsten verschriebenen Statinen geh√∂ren das Atorvastatin, Simvastatin, Rosuvastatin, Pravastatin und weitere. Neben der bekannten hochwirksamen Senkung des LDL-Cholesterinwertes zeigen Sie noch¬†eine Reihe weiterer wichtiger Effekte. Durch eine entz√ľndungshemmende Wirkung innerhalb der arteriellen Plaques k√∂nnen sie diese stabilisieren und somit das Aufrei√üen von Gef√§√üplaques verhindern und Herzinfarkten vorbeugen. Aufgrund der cholesterinsenkenden und plaquestabilisierenden sowie noch weiterer vermuteter positiver Wirkmechanismen konnte mehrere Studien eine deutliche Verringerung von Herzinfarkten (Verringerung des Infarkttodes um 42%) und der Gesamtsterblichkeit (-30%) nachweisen. Erstaunlicherweise zeigen Statine einen¬†√ľber Jahrzehnte anhaltenden Schutz f√ľr unsere Blutgef√§√üe,¬†eine Studie konnte bei M√§nnern noch 20 Jahre nach einer Behandlung mit Statinen eine Verringerung der Sterberate um 13% nachweisen.

Im Allgemeinen sind Statine hervorragend vertr√§glich, gelegentlich werden jedoch Muskelbeschwerden geklagt, diese sollten jedoch nicht unbedingt zu einem kompletten Abbruch der Behandlung f√ľhren. H√§ufig wird nach einer Behandlungspause ein anderer Wirkstoff aus der gleichen Medikamenten-Gruppe hervorragend vertragen. In sehr seltenen F√§llen kann jedoch die Muskulatur so stark beeintr√§chtigt werden, dass das Medikament tats√§chlich abgesetzt werden muss.

In den letzten Jahren gab es Berichte √ľber ein geh√§uftes Auftreten einer Zuckerkrankheit unter der Behandlung mit Statinen. Tats√§chlich ergibt sich rechnerisch ein gering erh√∂htes Risiko einen Diabetes unter diesen Medikamenten zu entwickeln, welches aber in keinem Verh√§ltnis zum Nutzen der Behandlung durch verhinderte Herzinfarkte und Schlaganf√§lle steht, das Risiko-Nutzen-Verh√§ltnis ist also sehr gut.

Zu guter Letzt gibt es Hinweise, dass Statine auch tumorhemmende Wirkungen haben könnten, dies wird derzeit noch weiter erforscht.

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