So klappt der Rauchstopp

Geht leider gar nicht – Rauchen und Herzerkrankung

Dr. Heart erklärt Ihnen, warum an der Raucherentwöhnung kein Weg vorbeiführt und wie Sie den Rauchstopp am besten hinbekommen

Ich weiss, dass bei diesem Thema viele von Ihnen die Augen verdrehen und auf Durchzug schalten. Aber: Rauchen ist ein extremer Beschleuniger der Arteriosklerose und ich wäre ein schlechter Arzt, wenn ich nicht mit allem was ich zu bieten habe versuchen würde Sie von der Sinnhaftigkeit eines absoluten Rauchstopps zu überzeugen.Über unzählige aggressive Giftstoffe im Zigarettenrauch wird die innerste Schutzschicht unserer Arterien, das sogenannte Endothel massiv geschädigt und somit die Einlagerung von Cholesterinen in die Arterienwand ermöglicht wodurch der Arteriosklerose Tor und Tür geöffnet werden. Und ich bin eben doch überzeugt, dass Sie es schaffen können, sich von der Zigarette zu befreien, Sie müssen aber:

Ihren Gegner sehr gut kennen
über scharfe Waffen verfügen und
ein funktionierendes Netzwerk an Helfern und Unterstützern haben!

Mal eben so nebenbei mit dem Rauchen aufhören, das schaffen die wenigsten. Und das liegt vor allem daran, das Rauchen ein extremes Suchtpotential hat und leider trotzdem gesellschaftlich verharmlost wird. Und das obwohl allein in Deutschland jährlich laut Deutscher Krebsgesellschaft 140.000 Menschen an den Folgen des Rauchens versterben, verglichen mit 42.000 Alkoholtoten pro Jahr und 1000 Toten pro Jahr an allen anderen sogenannten gefährlichen und harten Drogen zusammen. Wer eine Schachtel am Tag raucht zahlt jährlich ca. 1300 € dafür dass er im Schnitt 10 Jahre früher in die ewigen Jagdgründe ziehen darf.

Aber ich denke das Problem ist weniger dass Sie nicht wüssten, dass Rauchen extrem schlecht für sie ist, und ich will Sie jetzt auch gar nicht mit all’ den bekannten schrecklichen Folgen des Rauchens langweilen. De facto wollen ja auch über die Hälfte aller Raucher gerne aufhören. Das Problem ist das ungeheure Suchtpotenzial dieser verniedlichten Droge. Und deshalb kann ich nur wiederholen: Planen Sie ihren Ausstieg gut und nehmen Sie alle Hilfen war, die Sie bekommen können. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse nach Raucher-Entwöhnungskursen, fast alle Kassen bieten entsprechende Konzepte an oder können entsprechende Angebote vermitteln. Diese haben durch ihre strukturierten und praktisch erprobten verhaltenstherapeutischen Konzepte oft doppelt so hohe Erfolgsquoten wie wenn man es ganz alleine versucht und die Kassen übernehmen oder bezuschussen die Kosten. Wenn Sie sehr Computer- und Internet-affin sind nutzen Sie die kostenfreie online Plattform rauchfrei (www.rauchfrei-info.de) mit vielen interaktiven Hilfestellungen und sogar persönlichen telefonischen Beratungsmöglichkeiten. In jedem Fall bleiben Sie dran, bis Sie es geschafft haben, denn es gibt keine Maßnahme, die sich für Sie und Ihre Gesundheit so sehr lohnt wie der komplette Rauchstop!
 
 
Links zum Thema:

rauchfrei-info.de
gutes online Programm für den Rauchstopp, mit jeder Menge Informationen und Unterstützung.

krankenversicherung.net/raucher
Allgemeine Informationen zur Kostenübernahme durch die Krankenkassen.

ich-werde-nichtraucher.de
Das Raucherentwöhnungsprogramm der AOK.

ecoach.tk.de/nichtrauchercoach
Der „Nichrauchercoach“ von der Techniker Krankenkasse.

ruv-bkk.de
Das Nichtraucherprogramm der R+V BKK.

 

das könnte Sie auch interessieren:

Nichtrauchen:

Raucherentwöhnung – allgemeines
So klappt der Rauchstopp
Tipps für den Rauchstopp
Rauchstopp Interview Fr. Dr. Wiedemann

Sport und Aktivität:

Gesund durch Sport und Bewegung

Bluthochdruck:

Blutdruck im Griff
Hypertonus – Bedeutung und Verbreitung
Hypertonus – Ursachen und Zielwerte

Fettstoffwechsel:

Cholesterin und Co.
gutes und schlechtes Cholesterin
Cholesterin senken

Ernährung und Übergewicht:

Adipositas und Übergewicht
Die Adipositasepidemie
Vorsicht Diät!
Adipositas – verschiedene Erscheinungsformen
Adipositas Paradoxon

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und Koronare Herzkrankheit:

Zuckerkrankheit und Koronare Herzkrankheit
Diabetes-mellitus-und-Koronare-Herzkrankheit – Wechselwirkungen
Was tun bei Diabetes und Koronarer Herzkrankheit?

Psychokardiologie:

Herz und Psyche
Herz und Stress
Herz und Stress – Stressmanagement

Übersicht:

Ziele und Zielwerte
 
 
zurück zum Hauptmenü