Vorhofflimmern – Häufigkeit und Bedeutung

Vorhofflimmern, ist das häufig? Oder gar gefährlich? Wo kommt es her? Schauen Sie rein.

Wenn Sie mir jetzt gerade zuhören weil Sie an Vorhofflimmern leiden, dann möchte ich Ihnen schonmal vorweg versichern, Sie sind in bester Gesellschaft, viele Prominente wie Heiner Lauterbach oder Elton John berichten offen von ihren Erfahrungen mit dieser Herzrhythmusstörung und sogar mein Vater hat seit über 15 Jahren Vorhofflimmern und kommt damit sehr gut zurecht. Man kann also mit dieser Herzrhythmusstörung sehr gut leben, muss aber ein paar Dinge beachten, auf die wir später noch genauer eingehen werden.

Vorhofflimmern ist die weltweit häufigste bei Erwachsenen auftretende, relevante Herzrhythmusstörung1 bis 2 % der Bevölkerung sind betroffen, allein in Deutschland leiden über 1 Million Menschen an dieser Volkserkrankung. Aufgrund der epidemiologischen Entwicklung, also der zunehmenden Veralterung unserer Gesellschaft, rechnet man mit einer weiteren rasanten Zunahme, so dass sich bis zum Jahr 2050 die Zahl der Erkrankten verdoppeln wird. Ab einem Alter von 40 Jahren ist rund jeder vierte Mensch im Laufe seines Lebens von dieser Herzrhythmusstörung betroffen.

Die Bedeutung des Vorhofflimmerns liegt zum einen darin, dass viele Menschen es als sehr unangenehm empfinden, wenn das Herz schnell und unregelmäßig schlägt, wobei dies von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ist und von absoluter Beschwerdefreiheit bis hin zu ausgeprägtem Leidensdruck reichen kann. Noch viel wichtiger ist aber die Bedeutung des Vorhofflimmerns als Risikofaktor für einen Schlaganfall durch in den flimmernden Herzvorhöfen entstehende fortgeschleppte Blutgerinnsel.

Woher kommt Vorhofflimmern? In circa einem Drittel der Fälle ist die Ursache unklar, man spricht dann auch von idiopathischem Vorhofflimmern. In circa 20-30 % der Fälle findet man als mögliche Ursache eine koronare Herzerkrankung, ebenfalls in 20-30 % ist eine arterielle Hypertonie, also ein Bluthochdruck die Ursache des Vorhofflimmerns. In einem Fünftel der Fälle ist die Ursache ein Herzklappenfehler und in circa 15 % findet sich eine Herzmuskelerkrankung als mögliche Ursache des Vorhofflimmern. Es können jedoch auch Ursachen, die gar nichts mit dem Herzen selber zu tun haben zu Vorhofflimmern führen. Dies ist zum Beispiel bei einer Überfunktion der Schilddrüse der Fall aber auch verschiedene Giftstoffe wie, zum Beispiel exzessiver Alkoholgenuss, kann insbesondere auch bei jüngeren Menschen ein Vorhofflimmern auslösen, also z.B. der typische Junggesellenausflug auf Mallorca mit 3 Tagen Komasaufen. Man spricht dann von einem sogenannten „Holiday-Heart-Syndrom“.

Im folgenden Clip schauen wir uns mal genauer an, was Vorhofflimmern eigentlich ist.

Disclaimer

Die Vermittlung von Gesundheitsinformationen ist mit einer besonderen Verantwortung verbunden, der ich mir bewusst bin. Daher prüfe und aktualisiere ich die Inhalte und Empfehlungen kontinuierlich. Eine Garantie für Vollständigkeit, Korrektheit und letztendliche Aktualität kann ich jedoch nicht übernehmen. Wir haften daher nicht für eventuelle Schäden, die mit der Verwendung oder einem Missbrauch meiner veröffentlichten Inhalte entstehen. Zum Teil wird in den dargebotenen Beiträgen meine persönliche Meinung dargelegt, die ggf. auch von medizinischen Leitlinien oder Empfehlungen durch Fachgesellschaften abweichen kann. Hinweise zu Medikamenten oder Medizinprodukten sind keine Anleitung zur Selbstmedikation. Die auf der Dr. Heart Webseite dargebotenen Informationen dürfen nicht dazu verwendet werden, eine ärztliche Behandlung eigenständig zu beginnen, zu verändern oder zu beenden, hier ist in jedem Fall ihr Arzt zu konsultieren. Dr. S. Waller und Mitarbeiter sind unter keinen Umständen für Schäden haftbar zu machen, die sich aus der Nutzung der dargebotenen Informationen ergeben könnten. Es ist nicht beabsichtigt, mit diesem Haftungsausschluss gegen geltendes nationales Recht zu verstoßen. Die Informationen auf dr-heart.de ersetzen nicht Ihren persönlichen Arztbesuch, bei entsprechenden gesundheitlichen Problemen ist in jedem Fall ihr Arzt aufzusuchen, der eine korrekte Diagnose stellen und ggf. eine passende Therapie einleiten kann.