Herzinsuffizienz – Bin ich betroffen?

Die Herzinsuffizienz – unbehandelt eine sehr schwerwiegende Erkrankung.

Herzinsuffizienz – worauf muss ich achten, wie finde ich heraus ob ich betroffen sein könnte?

Wenn Sie mir jetzt zuhören weil Sie an einer Herzschwäche, einer sog. Herzinsuffizienz, leiden, dann kann ich Ihnen versichern, Sie sind Teil einer großen Gemeinschaft von betroffenen Menschen, die Herzschwäche gehört zu den bedeutendsten Erkrankungen überhaupt und sie stellt bei uns in Deutschland die häufigste Ursache für eine Krankenhausaufnahme dar.

Erstaunlicherweise wird ihre Bedeutung aber von der Bevölkerung stark unterschätzt. Die gefühlte Bedrohung durch z.B. Krebserkrankungen ist in der Bevölkerung ungleich stärker ausgeprägt als die vor einer Herzschwäche obwohl die Sterblichkeit einer schlecht behandelten Herzschwäche der einer Tumorerkrankung entspricht.

Dabei gibt es im Gegensatz zu einigen Krebserkrankungen für die Herzschwäche mittlerweile hochwirksame Behandlungsmethoden. Aus diesem Grund ist es wichtig die typischen Beschwerden dieser Erkrankung zu kennen und auch bei schon bekannter Herzschwäche auf Beschwerden zu achten, die eine erneute Verschlechterung anzeigen können.

Denn was viele Menschen nicht wissen ist, dass mit jeder sog. Dekompensation, also jedem erneuten “aus dem Ruder laufen” einer Herzschwäche, Sie als Patient nicht nur wertvolle Lebenszeit verschenken, die Sie dann bei mittelmäßigem Essen in einem Krankenhaus verbringen, sondern mit jeder Dekompensation verschlechtert sich auch Ihre Lebenserwartung und Ihr Krankheitsverlauf insgesamt.

Daher sollten Sie, ohne sich überängstlich ständig verrückt zu machen, bei den folgenden Beschwerden, frühzeitig Ihren Arzt aufsuchen, denn bei rechtzeitigem Gegensteuern können Sie dann einen ungünstigen Krankheitsverlauf abwenden.

Achten Sie daher darauf wenn Sie:

  • sich wegen Müdigkeit häufiger als gewohnt hinsetzen oder hinlegen müssen
  • Treppensteigen und andere körperliche Tätigkeiten Ihnen zunehmend Probleme bereiten und Luftknappheit verursachen
  • unter nächtlichen Hustenanfälle einhergehend mit Luftnot leiden
  • Wasseransammlungen in Ihren Füßen und Unterschenkeln bemerken
  • es Ihnen wegen dauernder Abgeschlagenheit schwer fällt Ihre sozialen Kontakte zu pflegen und sich zu Aktivitäten ausserhalb Ihrer Wohnung aufzuraffen

Wenn Sie also derartige Beschwerden verspüren dann warten Sie nicht darauf, dass sie von alleine wieder verschwinden (denn das tun sie in der Regel nicht!) sondern suchen Sie Ihren Arzt auf, der Ihre Situation am besten einschätzen kann und mit Ihnen die weitere Behandlung plant.

Als sehr hilfreich hat sich der unten stehende Fragebogen herausgestellt, den Sie gleich hier online ausfüllen können und mit dem Sie Ihre Beschwerden und Ihre Lebensqualität optimal einschätzen können. Das Ergebnis können Sie ausdrucken und zu Ihrem nächsten Arzttermin mitbringen, dann vergessen Sie nichts und Sie haben schon mal eine optimale Grundlage für Ihr nächstes Arztgespräch!

Hier geht es zum Fragebogen

 

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