kardiale Resynchronisationstherapie und Mitralinsuffizienz

Mitralklappeninsuffizienz und die Kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) ‚Äď Wie h√§ngt das zusammen?

Erm√∂glicht bei geeigneten Patienten neben einer Verbesserung der Pumpleistung der linken Herzkammer oftmals auch eine Verbesserung einer begleitenden Mitralklappeninsuffizienz ‚Äď Die Kardiale Resynchronisationstherapie.

Die Mitralinsuffizienz, also die Undichtigkeit der Mitralherzklappe, ist eine sehr h√§ufige Begleit- oder vielmehr Folgeerscheinung bei der Herzschw√§che. Besonders h√§ufig liegt hierbei eine sog. funktionelle Mitralinsuffizienz vor, d.h. die Herzklappe ist an sich intakt wird aber durch verschiedene Mechanismen, wie eine Erweiterung der linken Herzkammer, so auseinander gezogen, dass die Klappenr√§nder in der Mitte quasi nicht mehr ausreichend aneinander reichen und somit eine Undichtigkeit entsteht, an der ein Teil des Blutes w√§hrend der Austreibungsphase der linken Herzkammer in die ‚Äěfalsche Richtung‚Äú, also in den linken Herzvorhof zur√ľckgeworfen wird. Eine solche Mitralinsuffizienz stellt durch den entstehenden ‚ÄěLeckfluss‚Äú eine zus√§tzliche Belastung f√ľr die ohnehin schon geschw√§chte linke Herzkammer dar und beeinflusst den weiteren Krankheitsverlauf ung√ľnstig.

Ein weiterer Faktor, der bei der Herzschw√§che die Undichtigkeit der Mitralherzklappe h√§ufig noch verschlimmert, ist das Vorhandensein eines sog. Linksschenkelblocks. Hierbei kommt es vereinfacht gesagt durch eine Blockierung in der ‚ÄěHerzelektrik‚Äú zu einer ungleichm√§√üigen Erregung der linken Herzkammer, die dadurch nicht mehr gleichm√§√üig arbeiten kann, was den Leckflu√ü durch die Mitralherzklappe noch deutlich verst√§rkt. Bei geeigneten Patienten kann hier mit einem speziellen Herzschrittmachersystem, einem sog. CRT- System, auch als 3-Kammer-Schrittmacher bezeichnet, Abhilfe geschaffen werden. Durch eine zus√§tzliche Elektrode, die √ľber eine Herzvene auf die Seitenwand der linken Herzkammer ‚Äěmontiert‚Äú wird, kann dann wieder eine gleichm√§√üige elektrische Erregung und dadurch auch ein gleichm√§√üiger Pumpmechanismus der linken Herzkammer erreicht werden.

In Studien konnte gezeigt werden, dass viele Patienten hierdurch nicht nur eine deutliche Verbesserung der Pumpleistung ihres Herzens erreichen konnten sondern bei knapp der Hälfte der Patienten zeigte sich nach Implantation eines solchen CRT-Herzschrittmacher-Systems, durch den dann wieder gleichmäßigeren Pumpmechanismus der linken Herzkammer tatsächlich auch eine deutliche Verbesserung der Mitralinsuffizienz (Di Biase et al.).

Ist jedoch 3 Monate nach einer solchen CRT-Schrittmacherimplantation keine Besserung der Mitralinsuffizienz erreicht worden, dann ist auch keine weitere Besserung nach noch l√§ngerer Wartezeit mehr zu erwarten, so dass dann, sollten Sie als Patient weiterhin Beschwerden haben, weitere Behandlungsma√ünahmen gepr√ľft werden sollten.

Neben den klassischen operativen Verfahren wie einer sog. Rekonstruktion, also quasi einer operativen Reparatur der Mitralklappe oder sogar einem kompletten Ersatz der Herzklappe findet hierbei immer häufiger auch die sog. MitraClip-Technik Anwendung.

Hierbei handelt es sich um eine Herzkatheter-basierte Technik, mit der durch das Anbringen einer Klammer, die die auseinander gewichenen Klappensegel der Mitralklappe wieder einander annähert, die Undichtigkeit wirksam vermindert und die Beschwerden der Patienten häufig deutlich gebessert werden können..

Um zu erfahren, ob ein solches Verfahren auch f√ľr Sie in Frage kommt, sollten Sie sich vertrauensvoll an Ihren Kardiologen wenden, der dann, ggf. auch in Absprache mit weiteren Herzspezialisten, mit Ihnen zusammen das f√ľr Sie passendste Vorgehen planen kann.
 
Weitere interessante Videos und Informationen zu Herzklappenerkrankungen finden Sie auch unter Herzklappenhilfe

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