Vorhofflimmern – Verlauf und verschiedene Formen

Stefan Waller ist seit mehreren Jahren praktizierender Internist und Kardiologe und hat sich aus Leidenschaft der Vermittlung komplexer medizinischer Sachverhalte in möglichst einfacher und verständlicher Sprache gewidmet.

Erfahren Sie mehr über Dr. Heart und sein Dr. Heart Projekt.
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    Vorhofflimmern ist nicht gleich Vorhofflimmern, sondern verläuft meist in verschiedenen Stadien

    Dr. Heart erklärt welche verschiedenen Formen des Vorhofflimmerns vorliegen können und warum Sie sich in fast jedem Fall effektiv behandeln lassen sollten, um sich vor drohenden Komplikationen zu schützen.

    Vorhofflimmern ist im Allgemeinen eine chronische, also dauerhafte Erkrankung, die häufig in verschiedenen Stadien verläuft. Zu Beginn der Erkrankung treten die Herzrhythmusstörungen typischerweise anfallsartig in kürzeren Episoden auf. Dann redet man auch von sog. paroxysmalem Vorhofflimmern. Diese Episoden dauern kürzer als sieben Tage an, meist stellt sich innerhalb von 24 Stunden spontan wieder der normale, regelmäßige sog. Sinusrhythmus ein. Wenn dann  in einem nächsten Stadium das Vorhofflimmern nicht mehr von alleine aufhört, spricht man von anhaltendem (persistierendem) Vorhofflimmern. Diese Form des Vorhofflimmerns kann dann aber noch durch bestimmte Medikamente oder einen elektrischen Impuls, eine sog. Kardioversion zurück in den regelmäßigen Sinusrhythmus überführt, man sagt auch konvertiert werden. Lässt sich der normale Sinusrhythmus durch ärztliche Maßnahmen nicht wiederherstellen oder wird das Vorhofflimmern bewusst belassen und toleriert, dann spricht man von einem dauerhaften, sog. permanenten Vorhofflimmern.

    Vorhofflimmern ist also im Allgemeinen eine sog. progrediente, also fortschreitende Erkrankung, bei der die Vorhofflimmerepisoden im Verlauf immer häufiger auftreten und länger andauern bis die Rhythmusstörung schließlich häufig dauerhaft vorliegt. Wichtig für Sie zu wissen ist, dass bei allen Formen des Vorhofflimmerns das Schlaganfallrisiko durch eine Gerinnselbildung in den flimmernden und damit mechanisch nicht arbeitenden Herzvorhöfen deutlich erhöht ist, so dass in aller Regel unabhängig vom Typ des Vorhofflimmerns eine Blutverdünnung, eine sog. Antikoagulation zur Verhinderung eines Schlaganfalls notwendig ist (Ausnahme junge Patienten ohne weitere Risikofaktoren).

    Wie sich Vorhofflimmern für Sie als Patient anfühlt und wieso es in fast jedem Fall auch behandelt werden sollte schauen wir uns in den nachfolgenden Videos genauer an.

     

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