Herzinsuffizienz – Ursachen

Stefan Waller ist seit mehreren Jahren praktizierender Internist und Kardiologe und hat sich aus Leidenschaft der Vermittlung komplexer medizinischer Sachverhalte in möglichst einfacher und verständlicher Sprache gewidmet.

Erfahren Sie mehr über Dr. Heart und sein Dr. Heart Projekt.
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    Warum macht mein Herz schlapp? Was ist die Ursache meiner Herzschwäche?

    Herzinsuffizienz-Ursachen: Es gibt viele unterschiedliche Gründe weshalb sich eine Herzschwäche ausbilden kann, Dr. Heart gibt einen kurzen Überblick.

    Was ist nun die Ursache, wenn dass Herz schlapp macht? Wichtig zu wissen ist, dass die Herzschwäche quasi ein Endzustand ist, der durch verschiedenste Grunderkrankungen hervorgerufen sein kann,die entsprechend natürlich auch unterschiedlich behandelt werden müssen. Neben vielen möglichen Ursachen dafür, dass das Herz nicht mehr in der Lage ist ein den Ansprüchen unseres Körpers genügendes Blutvolumen zu fördern, sind in unseren Breiten 2 Ursachen zu nennen, die alleine oder kombiniert zusammengenommen in mehr als 3/4 der Fälle unsere Herzleistung dauerhaft in die Knie zwingen: die koronare Herzerkrankung und der Bluthochdruck. Hierbei beschleunigt meist ein Bluthochdruck die KHK und schließlich entwickelt sich über einen oder mehrere Herzinfarkte eine Herzschwäche. Daneben können aber auch Herzklappenerkrankungen, angeborene oder erworbene Erkrankungen des Herzmuskels selber oder auch eine Herzmuskelentzündung Ursache einer Herzschwäche sein.

    Je nachdem welche Anteile des Herzens betroffen sind, nämlich vornehmlich rechtes oder linkes Herz, je nach zeitlichem Auftreten der Herzschwäche, also plötzlich oder schleichend und vielen weiteren Faktoren können eine ganze Reihe unterschiedlicher Formen der Herzschwäche unterschieden werden. Wichtig ist vor allem die Unterscheidung der sog. systolischen und der diastolischen Herzschwäche. Vereinfacht gesagt muss das Herz sich nicht nur kräftig zusammenziehen, um entsprechend das Blutvolumen befördern zu können, dies entspricht der systolischen Funktion. Es muss auch entsprechend erschlaffen und sich ausdehnen können, um vor dem nächsten Pumpzyklus das Blut zuvor auch in die Herzkammern aufnehmen zu können, dies entspricht der sog. diastolischen Funktion. In fast der Hälfte der Fälle einer Herzschwäche ist die Pumpkraft also die systolische Funktion des Herzmuskels noch erhalten, aber die Erschlaffungsfähigkeit des Herzmuskels, also die sog. diastolische Funktion ist bereits vermindert, so dass hier von einer diastolischen Herzschwäche geredet wird. Diese kann sich mit den gleichen Beschwerden äußern wie die tatsächliche systolische Pumpleistungsstörung des Herzens ist aber leider bislang durch Medikamente weniger gut zu beeinflussen.
     
     

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