Herzinsuffizienz – Therapie

Stefan Waller ist seit mehreren Jahren praktizierender Internist und Kardiologe und hat sich aus Leidenschaft der Vermittlung komplexer medizinischer Sachverhalte in möglichst einfacher und verständlicher Sprache gewidmet.

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    Die Behandlung der Herzschwäche – Herausforderung für Ärzte und Patienten

    Aufgrund der vielen unterschiedlichen Ursachen einer Herzschwäche unterscheiden sich natürlich auch die Behandlungsansätze

    Deshalb muss zunächst einmal festgestellt werden, was denn tatsächlich die Ursache der Leistungsschwäche des Herzens darstellt, um dann entsprechend eine passende Behandlung einleiten zu können. Im Falle von defekten Herzklappen kann dies zum Beispiel eine Operation der Herzklappen bedeuten, da in unseren Breiten jedoch mit Abstand die koronare Herzerkrankungen, meist in Kombination mit einem Bluthochdruck die häufigste Ursache der Herzschwäche ist, wird zunächst in fast allen Fällen mittels einer Herzkatheteruntersuchung geprüft, ob tatsächlich eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels im Rahmen einer Koronaren Herzerkrankungen Ursache der Herzschwäche ist. Daneben wird am besten mittels einer 24- Std.- Blutdruckmessung das Blutdruckprofil überprüft. Sollte tatsächlich eine koronare Herzerkrankungen mit kritischen Verengungen an den Herzkranzarterien nachgewiesen werden, wird diese entsprechend durch die bereits angesprochenen Allgemeinmaßnahmen, entsprechende Medikamente sowie gegebenenfalls auch eine Stentimplantation bis hin zu einer ggf. notwendigen Bypassoperation behandelt. Ein Bluthochdruck sollte selbstverständlich ebenfalls entsprechend durch verbesserte Lebensführung und medikamentös eingestellt werden.

    Insbesondere aufgrund deutlicher Fortschritte in der medikamentösen Behandlung von Patienten mit Herzschwäche konnte die Lebenserwartung von herzschwachen Patienten in den letzten Jahrzehnten drastisch verbessert werden. Zu den tatsächlich deutlich lebensverlängernden Medikamentengruppen bei der Herzschwäche gehören die sog. ACE-Hemmer bzw. Sartane, Betablocker und die sog. Aldosteronantagonisten, die wir an anderer Stelle noch genauer diskutieren. Neben den tatsächlich nachgewiesenermaßen lebensverlängernden Medikamentengruppen gibt es auch noch solche die zwar nicht lebensverlängernd wirken jedoch die Beschwerden bei der Herzschwäche, wie zum Beispiel Luftnot und Wassereinlagerung deutlich verbessern können. Hierzu gehören die wassertreibenden Diuretika wie zum Beispiel das Torasemid und das Furosemid. Daneben wird auch immer noch das Digitalis als vermeintlich Herzkraft-stärkendes Medikament eingesetzt, dies wird allerdings zunehmend kontrovers diskutiert.

    Neben der Behandlung mit Medikamenten gibt es zunehmend auch weitere, v.a. technische Behandlungsverfahren über spezielle Herzschrittmachersysteme, die bei Herzschwäche unter bestimmten Voraussetzungen zum Einsatz kommen und ebenfalls zu einer deutlichen Verbesserung von Prognose und Lebensqualität führen. Worum es sich hierbei handelt und was sie vor allem auch selber zur optimalen Behandlung ihrer Erkrankung beitragen können schauen wir uns in den nächsten Clips an.

     

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