Thrombozytenaggregationshemmer (Blutplättchenhemmer)

Aspirin und Co. – lernen Sie wieso diese Medikamente bei der Koronaren Herzkrankheit unverzichtbar sind

ASS kann noch viel mehr als nur Kopfschmerzen bekämpfen, sehen Sie selber

Seit vielen Jahren als Kopfschmerzmittel bekannt (Aspirin) gehört die Acetylsalicylsäure (ASS) zum absoluten Behandlungsstandard bei koronarer Herzerkrankung. ASS vermindert die Fähigkeit der Blutplättchen (Thrombozyten) zusammen zu verklumpen und zu verkleben, die sog. Aggregationsfähigkeit, und verringert somit die Fähigkeit der Blutplättchen sich an Plaques anzulagern, wodurch das Risko für einen Herzinfarkt entscheidend gesenkt werden kann. Relativ häufige Nebenwirkungen können eine Magenschleimhautentzündung sein sowie natürlich eine leicht erhöhte Blutungsneigung, die natürlich in der Natur der Sache liegt und in der Regel beherrschbar ist.

In vielen Situationen ist es notwendig noch einen zweiten Blutplättchenhemmer zu verabreichen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein akuter Herzinfarkt erlitten wurde. Dann muss für die Dauer von einem Jahr eine so genannte duale Blutplättchenhemmung, d.h. neben dem ASS noch ein zweiter Plättchenhemmer angewendet werden, hierdurch, und das konnte in der sog. CURE-Studie gezeigt werden, kann das Risiko für einen erneuten Herzinfarkt, Schlaganfall oder anderweitigen Herzkreislauftod um zusätzliche 20% gesenkt werden. Auch nach Implantation eines Stents, der ja einen Fremdkörper darstellt, an dem sich besonders leicht Blutplättchen anhaften und ein Gerinnsel ausbilden können, ist für eine Dauer von mehreren Monaten bis zu einem Jahr (je nach Art des implantierten Stents) die Verabreichung einer doppelten, also dualen Blutplättchenhemmung notwendig. Wichtig ist, diese Medikamente gewissenhaft regelmäßig einzunehmen, da sich sonst die Gefahr für einen akuten Verschluss im Stentbereich, eine sog. Stentthrombose, mit nachfolgendem Herzinfarkt drastisch erhöht.

Neben dem lange bekannten und bewährten ASS galt lange Zeit das Clopidogrel als zweiter wichtiger und bekannter Blutplättchenhemmer. In den letzten Jahren sind weitere hochwirksame Plättchenhemmer entwickelt worden, wie zum Beispiel das Ticagrelor und das Prasugrel. Je nach Situation und begleitenden Erkrankungen werden ihre behandelnden Ärzte die für Sie passende Kombination an Blutplättchenhemmern zusammenstellen.

 

das könnte Sie auch interessieren:

KHK – Bedeutung und Verbreitung
KHK – Bedeutung und Verbreitung, animiert
KHK – Entstehung
KHK – Plaquebildung
KHK – Angina pectoris
KHK – instabile Angina pectoris
Herzinfarkt – Symptome
Arteriosklerose rückgängig machen?
Sex nach Herzinfarkt?
Viagra und Co. nach Herzinfarkt?
Erste Hilfe und Herzdruckmasssage 

Medikamente bei der Koronaren Herzkrankheit

KHK – Medikamente, die “big four”
Statine
ACE-Hemmer und Sartane
Betablocker
Betablocker für jeden KHK-Patienten?

 

zurück zum Hauptmenü

Disclaimer

Die Vermittlung von gesundheitsrelevanten Sachverhalten, Themen und Informationen ist naturgemäß mit einer besonderen Verantwortung verbunden, der ich mir bewusst bin. Aus diesem Grund prüfe ich die von mir verwendeten Inhalte sorgfältig und versuche sie auf dem jeweils aktuellsten Stand zu halten. Dennoch kann ich keine abschließende Garantie für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Inhalte übernehmen und hafte daher auch nicht für Schäden, die ggf. durch Verwendung oder sogar Missbrauch der dargestellten Inhalte entstehen könnten. An manchen Stellen gebe ich auch meine ganz persönliche Meinung zu bestimmten Sachverhalten wieder, die ggf. auch von anderslautenden Empfehlungen medizinischer Fachgesellschaften bzw. von bestimmten medizinischen Leitlinien abweichen kann.

Die auf der Dr. Heart Webseite dargebotenen Inhalte verstehen sich als eine zusätzliche Informationsquelle, die es Betroffenen und Patienten ermöglichen soll besser vorinformiert in das Gespräch mit dem behandelnden Arzt zu gehen. In keinem Fall kann und soll die enge Zusammenarbeit und Interaktion mit Ihrem behandelnden Arzt ersetzt werden. Das von mir bereitgestellte Informationsangebot kann und darf auch nicht dazu verwendet werden eine Behandlung selbstständig zu beginnen, zu verändern oder zu beenden. In allen Fällen und Fragen, die Ihre konkrete medizinische Behandlung angehen konsultieren Sie bitte in jedem Fall ihren behandelnden Arzt. Die Informationen, die auf der Dr. Heart Webseite veröffentlicht werden ersetzen auf keinem Fall einen persönlichen Arztbesuch bei Gesundheitsproblemen jedwelcher Art. Letztlich kann nur Ihr behandelnder Arzt oder Ärztin eine Diagnose stellen und die für Sie passende Behandlung einleiten. In meinen Videoclips gegebene Informationen zu Medikamenten oder Medizinprodukten sind auf keinen Fall als Anleitung zur Selbstmedikation zu verstehen und entbinden auch nicht von der Sorgfaltspflicht die jeweils aktuellen Hinweise auf dem Beipackzettel lesen.

In keinem Fall bin ich, Dr. J. Stefan Waller, oder einer meiner Mitarbeiter für jedwelche Schäden haftbar zu machen, die sich aus der Nutzung der Informationen meiner Dr. Heart Webseite ergeben könnten.

Es ist nicht beabsichtigt, mit diesem Haftungsausschluss gegen geltendes nationales Recht zu verstoßen.