Beschreibung, Bedeutung & Verbreitung


Lesen Sie mehr über Häufigkeit und Verbreitung der Koronaren Herzerkrankung


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Lesen sie mehr über die Entstehung der Koronaren Herzkrankheit

Was ist eine Koronare Herzkrankheit?

Die Koronare Herzkrankheit (KHK) ist die Erscheinungsform der Arteriosklerose („Arterienverkalkung“) am Herzen. Durch Einlagerung von Blutfetten (Cholesterin), Blutgerinnseln und Bindegewebe in die Wände der Herzkranzarterien kommt es zu einer zunehmenden Verengung, Verhärtung und Verkalkung dieser für die Durchblutung des Herzens verantwortlichen Blutgefäße und schließlich zu einer gestörten Blutversorgung des Herzmuskels. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann es durch zunehmende Verengung bzw. den Verschluss der Herzkranzarterien (Koronararterien) zu wiederholten Herzinfarkten, einer Herzschwäche sowie zu einem plötzlichen Herztod infolge gefährlicher Herzrhythmusstörungen bis hin zum Kammerflimmern kommen.

Die Koronare Herzkrankheit stellt die bedeutendste Erkrankung der westlichen Welt dar und führt auch bei uns in Deutschland seit vielen Jahren die Todesursachenstatistik an. Allein in Deutschland leiden nach Schätzung des Instituts für Herzinfarktforschung Ludwigshafen ca. 5,5 Millionen Patienten an einer KHK, jedes Jahr erleiden ca. 300.000 Menschen in Deutschland einen Herzinfarkt, und fast jeder 5. überlebt diesen nicht. Über eine halbe Million Patienten werden jährlich mit KHK-bedingten Beschwerden stationär in ein Krankenhaus betreut und mit 20% ist die KHK, (so kürzen wir Mediziner die Koronare Herzerkrankung gerne ab), auch die häufigste Todesursache in der westlichen Welt, d.h. jeder 5. stirbt früher oder später an ihren Folgen. Dabei sind Männer frühzeitiger betroffen, durchschnittlich wird bei Ihnen die Diagnose einer koronaren Herzerkrankung mit 62 Jahren gestellt, während Frauen aufgrund der Schutzwirkung ihrer weiblichen Geschlechtshormone, im Durchschnitt ca. 10 Jahre älter sind wenn die Erkrankung erstmals bei ihnen nachgewiesen wird.

 

Ursachen & Risikofaktoren


Lesen Sie mehr über die Entstehung der Arteriosklerose


Koronare Herzkrankheit rückgängig machen? Lesen Sie mehr!

Wie kommt es zu einer Koronaren Herzerkrankung und Herzinfarkt?

Ursache der Koronaren Herzkrankheit ist die fortschreitende Arteriosklerose („Arterienverkalkung“) unserer Herzkranzarterien. Diese führt über die zunehmende Ausbildung von Ablagerungen in der Arterienwand, sog. arteriosklerotischen Plaques, zu einer zunehmenden Verengung und gestörter Durchblutung unseres Herzmuskels bis hin zu wiederholten Herzinfarkten mit Ausbildung einer Herzschwäche. Die Geschwindigkeit, mit der die Arteriosklerose fortschreitet wird jedoch ganz wesentlich durch das Vorhandensein von Risikofaktoren bestimmt. Einige davon wie das Alter, männliches Geschlecht oder eine angeborene, genetische Veranlagung können wir nicht beeinflussen. Die meisten Risikofaktoren sind jedoch durch unseren Lebensstil, und wenn das nicht ausreicht auch durch Medikamente sehr gut zu beeinflussen. Zu den klassischen beeinflussbaren Risikofaktoren gehören Bluthochdruck, Rauchen, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes (Zuckerkrankheit), Bewegungsmangel und dauerhafter Stress. Durch einen gesunden Lebensstil mit Kontrolle dieser Risikofaktoren könnten wir mehr als 3/4 aller Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall vermeiden.


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Sypmtome


Lesen Sie mehr über Angina pectoris und Co.


Lesen Sie mehr über den Herzinfarkt bzw. das Akute Koronarsyndrom


Lesen Sie mehr über Symptome des Herzinfarkts


Lesen Sie mehr über die Herzdruckmassage (HDM) und Wiederbelebung!

Lesen Sie mehr über Erste Hilfe beim Herzinfarkt

Was sind die typischen Symptome der Koronaren Herzkrankheit? 

Wenn wir es nicht schaffen unsere Risikofaktoren in den Griff zu bekommen, dann “wachsen“ die Plaques, also die Ablagerungen in unseren Arterien, immer weiter an. Das tückische ist, dass dies über viele Jahre unbemerkt geschehen kann. Erst wenn die entstandenen Ablagerungen (Plaques) so groß sind, dass sie den Durchmesser der Herzkranzarterien um ca. 3/4 einengen kommt es zu belastungsabhängigen Beschwerden. Dann reicht die Durchblutung des Herzens in Ruhe noch aus, aber wenn das Herz mehr Durchblutung benötigt, z.B. bei körperlicher oder psychischer Belastung, dann kann die Blutversorgung und der Sauerstoffbedarf des Herzens durch die vorliegende Verstopfung der Herzkranzarterie nicht mehr ausreichend gedeckt werden und es entsteht der typische Brustschmerz, die sog. Angina pectoris, wörtlich übersetzt „Brustenge“. Dies ist ein typischerweise beengender, drückender Schmerz im Brustbereich hinter dem Brustbein, häufig etwas mehr linksseitig gelegen, oft auch mit Ausstrahlung in Arme, Hals, Kiefer oder Oberbauch.

Nicht bei allen Menschen mit einer KHK treten die oben genannten Beschwerden auf. Diabetiker verspüren aufgrund einer durch die Zuckerkrankheit verursachten Nervenschädigung (sog. diabetische Neuropathie) oft keine Schmerzen, man spricht dann von einer stummen Ischämie. Auch bei älteren Menschen und Frauen werden häufig eher untypische Symptome geschildert wie Übelkeit, Schwindel oder Luftnot ohne den typischen Angina-pectoris-Brustschmerz.

Daneben kann die Koronare Herzerkrankung durch den entstehenden Sauerstoffmangel der Herzzellen auch Herzrhythmusstörungen auslösen, die im Extremfall lebensbedrohlich sein können.

Die gefährlichste Erscheinungsform der KHK ist der Herzinfarkt. Wichtig ist hierbei die Beschwerden ernst zu nehmen und schnell zu reagieren. Daher sollten Sie bei länger als 5 Minuten andauernden, oder erstmals aufgetretenen starken Schmerzen, massivem Druck- oder Engegefühl im Brustbereich mit oder ohne Ausstrahlung in Arme, Hals, Kiefer oder Oberbauch, oft begleitet von Atemnot, Angst, kaltem Schweiß oder Brechreiz umgehend über die 112 (europaweit) den Rettungsdienst alarmieren, denn es könnte sich um ein akutes Koronarsyndrom, einen Herzinfarkt handeln.

Wichtig ist auch zu wissen, dass sich ein Herzinfarkt insbesondere bei Frauen, älteren und z.B. zuckerkranken Menschen häufig auch ohne den typischen Brustschmerz allein in Atemnot, Übelkeit und Oberbauchschmerzen äußern kann.

Im Zweifel sollten Sie also nicht zögern sondern die 112 wählen, da im Herzinfarkt jede Minute zählt.

 

Diagnose


Lesen Sie mehr über die Herzkatheteruntersuchung


Lesen Sie mehr über die Risiken und Nebenwirkungen der Herzkatheteruntersuchung

Wie wird eine Koronare Herzkrankheit festgestellt?

Die Diagnose einer Koronaren Herzkrankheit (KHK) kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Meist treiben mehr oder weniger typische Symptome der KHK, wie Brustschmerzen, den Patienten zunächst zum Hausarzt. Hier wird im Gespräch über die Abfrage typischer Beschwerden und Risikofaktoren (s.o.) die Wahrscheinlichkeit des Vorliegens einer KHK eingeschätzt. Über Blutuntersuchungen und Blutdruckmessungen können weitere Risikofaktoren wie ein erhöhter Cholesterinwert und ein Bluthochdruck festgestellt werden. Bei heftigen akuten Schmerzen kann über die Messung bestimmter Marker im Blut, wie dem Troponinwert, geprüft werden, ob die Beschwerden vom Herzmuskel ausgehen.

Die erste weiterführende Basisuntersuchung ist das Elektrokardiogramm, bei dem die elektrischen Potenziale des Herzens über auf die Brustwand aufgeklebte Elektroden abgeleitet werden. Gelegentlich lassen sich hierbei bereits in Ruhe Auffälligkeiten erkennen, meist wird aber ein sog. Belastungs-EKG, also eine Ableitung der elektrischen Potenziale unter körperlicher Belastung, meist auf einem Fahrrad-Ergometer, durchgeführt, um belastungsabhängige Durchblutungsstörungen nachzuweisen, die zu typischen Veränderungen in der Stromkurve des EKG´s führen können. Leider ist die Genauigkeit und Verlässlichkeit (Sensitivität und Spezifität) des Belastungs-EKG´s unbefriedigend, so dass zunehmend weitere Untersuchungen durchgeführt werden.

Hierzu gehören der Herzultraschall (sog. Echokardiographie), mit dem man die Herzgröße, die Herzmuskeldicke, die Funktion der Herzklappen und vor allem die Pumpfunktion des Herzens darstellen kann. Erfolgt der Herzultraschall unter körperlicher Belastung (oder nach Gabe eines Medikamentes welches den Herzschlag beschleunigt) spricht man von einer Stress-Echokardiographie. Fallen hierbei Bereiche des Herzmuskels auf, die unter Belastung nicht mehr kräftig „pumpen“ ist dies ein Hinweis für eine Durchblutungsstörung des Herzens.

Eine weitere Untersuchung bei Verdacht auf das Vorliegen einer KHK ist die Myokard-Szintigraphie. Hierbei wird eine schwach radioaktive Substanz in eine Vene injiziert, die sich dann im Herzmuskel verteilt. Über die abgegebene radioaktive Strahlung kann eine eventuelle Ungleichverteilung dieses radioaktiven Markers auf eine Verengung (Stenose) in den Herzkranzgefäßen hinweisen.

Daneben finden auch weitere, sog. bildgebende Verfahren, wie das Herz-MRT (Kardiale Magnetresonanztomographie) oder das Herz-CT (Kardiale Computertomographie) in der Diagnostik der Koronaren Herzkrankheit Anwendung, oft unter speziellen Fragestellungen.

Nach wie vor die wichtigste Untersuchung zur definitiven Feststellung und ggf. auch Behandlung einer Koronaren Herzkrankheit stellt die Herzkatheteruntersuchung (Koronarangiographie) dar. Nach Punktion der Armarterie, seltener auch noch der Leistenarterie werden verschieden vorgebogene Plastikkatheter zum Herzen vorgeschoben und nach Sondierung der Mündung der Herzkranzarterien ein Röntgenkontrastmittel in die Herzkranzarterien gespritzt. Unter Röntgendurchleuchtung mittels einer beweglichen Röntgenanlage können so Bilder der Herzkranzgefäße aus allen verschiedenen Perspektiven gemacht werden. Verengungen (Stenosen) oder sogar ein Verschluss der Herzkranzarterien können so optimal dargestellt und ggf. nachfolgend auch behandelt werden.

 

Behandlung & Therapie


Lesen Sie mehr über die medikamentöse Therapie der Koronaren Herzkrankheit


Lesen Sie mehr über ASS und andere Plättchenhemmer


Lesen Sie mehr über Statine (Cholesterinsenker)


Lesen Sie mehr über RAAS-Hemmer (ACE-Hemmer und Sartane)


Lesen Sie mehr über Betablocker


Betablocker für jeden KHK-Patienten? Lesen Sie mehr!

Wie kann man die Koronare Herzkrankheit behandeln?:

Im Mittelpunkt der Vorbeugung bzw. Behandlung der Erkrankung steht eine Verbesserung unseres Lebensstils. Durch einen gesunden Lebensstil mit Kontrolle der oben genannten Risikofaktoren könnten mehr als 3/4 aller Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall vermieden werden.


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Hier geht es zu den Risikofaktoren der Koronaren Herzkrankheit

Ist bereits eine Koronare Herzkrankheit vorhanden muss neben der konsequenten Lebensstiloptimierung auch eine konsequente medikamentöse Therapie erfolgen, um das Fortschreiten der Herzerkrankung dauerhaft aufzuhalten.

Aus unzähligen Studien haben sich für Patienten mit einer KHK 4 Wirkstoffgruppen herauskristallisiert, die das Leben von Patienten mit einer koronaren Herzerkrankung nach einem Herzinfarkt nachweislich verlängern können und somit zur anerkannten Standardtherapie gehören. Patienten, die diese Standardmedikation erhalten weisen eine vielfach niedrigere Sterblichkeit auf als Patienten die diese 4 Medikamentengruppen nicht oder nur teilweise einnehmen.

Zu den 4 Medikamentengruppen gehören Blutplättchenhemmer (Thrombocytenaggregationshemmer), ACE-Hemmer oder Sartane (RAAS-Hemmer), Statine (Cholesterinsenker) und im Allgemeinen auch die ß-Blocker.

Daneben kommen natürlich in Abhängigkeit von ggf. bestehenden Nebenerkrankungen, vorliegenden individuellen Unverträglichkeiten oder Risikokonstellationen viele weitere Medikamentengruppen zum Einsatz. Für Patienten mit schweren Fettstoffwechselstörungen, die mit den o.g. Statinen und einer Lebensstiloptimierung ihre LDL-Cholesterin-Zielwerte nicht erreichen, stellen z.B. neuere Cholesterinsenker, die sog. PCSK-Inhibitoren, oftmals eine weitere Behandlungsoption dar.


Lesen Sie mehr über die neuen Cholesterinsenker

In fortgeschrittenen Fällen der Erkrankung mit Vorliegen von hochgradigen Engstellen (Stenosen) kommen sogenannte „revaskularisierende“ Verfahren, wie die Aufdehnung und Stentimplantation verengter Herzkranzgefäße mittels einer Herzkatheteruntersuchung (PTCA/PCI) oder in sehr schweren Fällen mit besonders vielen hochgradigen und komplizierten Verengungen auch eine Bypass-Operation zum Einsatz.

Mit der Herzkatheteruntersuchung kann definitiv festgestellt werden, ob denn tatsächlich eine koronare Herzerkrankung beziehungsweise Verengungen an den größeren Herzkranzarterien vorliegen. Der große Vorteil gegenüber anderen sogenannten bildgebenden Verfahren wie zum Beispiel der Computertomographie (Kardio-CT) oder der Magnetresonanztomographie (Kardio-MRT) liegt unter anderem darin, dass im Falle einer behandlungsbedürftigen Engstelle (Stenose) an den Herzkranzarterien diese nicht nur dargestellt sondern im gleichen Untersuchungsgang auch behandelt werden können. Hierzu wird zunächst über den liegenden Herzkatheter ein dünner Draht durch die Engstelle vorgeschoben und die Verengung der Herzkranzarterie mit einem über den liegenden Draht in die Engstelle vorgeschobenen Ballon erweitert. Schließlich wird die Stenose mit einem Stent dauerhaft stabilisiert. Dies ist eine kleine Gefäßsstütze aus Metall, die über den liegenden Draht über das Aufblasen eines kleinen Ballons in die Engstelle gepresst wird und diese dauerhaft offen halten soll.

Herzkatheteruntersuchung

 

Lesen Sie mehr darüber, wann ein Stent wirklich notwendig ist

In einigen Situationen, wie z.B. bei sehr ausgeprägten und komplexen Veränderungen der Herzkranzgefäße kommt auch heute noch der Herzchirurg zum Einsatz und führt eine Bypassoperation durch. Das ist dann notwendig, wenn die Veränderungen an den Herzkranzarterien so ausgedehnt und fortgeschritten sind, dass sie mit Stents allein nicht zu “reparieren” sind oder aber auch dann, wenn eine Stentimplantation an besonders heiklen Stellen zu risikoreich ist, weil eine Komplikation an dieser Stelle lebensbedrohlich sein könnte.

Bei der Bypassoperation werden hochgradige Engstellen in unseren Herzkranzarterien gewissermaßen überbrückt also gebypassed, indem ein intaktes Blutgefäß hinter der Verengung auf die Herzkranzarterie genäht wird, sodass der Bereich hinter der Verengung wieder ausreichend mit Blut versorgt wird. Als Bypassblutgefäß kann entweder ein Venenstück, welches in der Regel aus dem Bein heraus operiert wird dienen oder aber es wird eine Brustkorbarterie, die natürlicherweise in herznähe verläuft quasi ” umgeleitet” und auf die verengte Herzkranzarterie genäht um die Durchblutungssituation dauerhaft zu verbessern.


Lesen Sie mehr über die Bypass-Operation (ACVB)

Eine solche Bypassoperation ist aber natürlich ein größer Eingriff, bei dem der Brustkorb operativ eröffnet wird und die Herz-Lungen-Maschine zum Einsatz kommt. Im akuten Herzinfarkt würde eine solche Operation in der Regel viel zu lange dauern und man müsste ja auch ohnehin zunächst feststellen, an welcher Stelle der Herzkranzarterien ein Problem vorliegt. Aus diesem Grund wird im akuten Herzinfarkt eine rasche notfallmäßige Herkatheruntersuchung durchgeführt. Und auch ausserhalb des akuten Herzinfarktes kommt bei anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden meist die Herzkathetertechnik, die Koronarangiographie zum Einsatz, um kritische Engstellen an den Herzkranzgefäßen festzustellen und ggf. zu beseitigen.

Letztlich entscheidet der Kardiologe, also der Herzspezialist, der die Herzkatheteruntersuchung durchführt, im Zweifelsfall auch zusammen mit den Herzchirurgen, welches Verfahren, also Herzkathetertechnik oder Bypassoperation für Sie als Patient auch auf lange Sicht am geeignetsten ist.

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Verlauf & Lebenserwartung

Wie ist der Verlauf der Koronaren Herzkrankheit?

Insgesamt gesehen hat sich das Erscheinungsbild der Koronaren Herzkrankheit in den letzten Jahrzehnten sehr stark verändert. Während vor vielen Jahren noch jeder 2. Patient an seinem ersten Herzinfarkt verstorben ist, überleben heute mehr als 8 von 10 Patienten das erste Jahr nach ihrem Herzinfarkt. Dies ist vor allem den massiven Fortschritten in der medizinischen Behandlung zu verdanken, wie z.B der Möglichkeit mittels einer Herzkatheteruntersuchung verschlossene Herzkranzgefäße mit kleinen Ballons und Einsetzen von Gefäßstützen (Stents) rasch wieder zu eröffnen bevor ein großer Teil des Herzmuskels unwiederbringlich abgestorben ist. Mindestens genauso wichtig sind aber auch die Fortschritte, die in der dauerhaften Behandlung dieser Herzerkrankung mittels hochwirksamer Herzmedikamente erreicht worden sind, wodurch wir heute das Fortschreiten der Koronaren Herzerkrankung effektiv aufhalten können. Und damit ergibt sich für Sie als Patient/-in die einmalige Chance, durch eine herzgesündere Lebensweise und durch die regelmäßige Einnahme hocheffektiver Medikamente, das Fortschreiten Ihrer Herzerkrankung aufzuhalten und somit noch viele Jahre mit Ihrer Erkrankung bei bester Lebensqualität zu verleben.

Nach der Diagnose dieser Erkrankung, z.B. nach erlittenem Herzinfarkt, hängt die Lebenserwartung ganz entscheidend von der verbliebenen Herzleistung, also der Pumpleistung der linken Herzkammer und von der effektiven, dauerhaften Behandlung der Risikofaktoren dieser Erkrankung (s.u.) ab. Ist die verbliebene Pumpleistung (die sog. Ejektionsfraktion, EF) nach einem Herzinfarkt weiterhin im Normalbereich und gelingt es, durch die im Vordergrund stehende konsequente Kontrolle der Risikofaktoren das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten, haben Patienten mit dieser Herzerkrankung eine nahezu normale Lebenserwartung. Auch die Lebensqualität ist bei stabilisierter Herzleistung in aller Regel nicht eingeschränkt, im Gegenteil, viele betroffene Patienten, die sich im Rahmen einer Verbesserung ihres Lebensstils um einen achtsameren und aktiveren Lebensstil bemühen empfinden oftmals sogar eine Verbesserung ihrer Lebensqualität aufgrund ihres umfassenden Lebenswandels. Daher gibt es in aller Regel auch keinen Grund aus einer unbegründeten Angst heraus auf ein erfülltes Sexualleben zu verzichten. Viele Patienten sind allerdings verständlicherweise verunsichert, nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass dieses für viele etwas “delikate” Thema auch von uns Ärzten viel zu selten angesprochen wird. Wenn Sie körperlich in der Lage sind 2 Stockwerke beschwerdefrei zu bewältigen sind Sie im Allgemeinen auch fit für Sex, sprechen Sie also ganz offen mit Ihrem Arzt!

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Entwickelt sich eine Herzschwäche ist die Prognose bei unzureichender Behandlung sehr ernst und die Sterblichkeit liegt hierbei in der Größenordnung von Krebserkrankungen mit einer 5-Jahressterblichkeit von ca. 50%. Glücklicherweise lässt sich der Krankheitsverlauf von Patienten mit einer Herzschwäche heute jedoch aufgrund großer Fortschritte in der Therapie dieser Erkrankung positiv beeinflussen.

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