Jo-Jo-effekt

Woher kommt der Jo-Jo-Effekt und wie kann ich dauerhaft Gewicht verlieren?

Diäten führen zu einem “Stoffwechselsparprogramm” und leiten so den Jo-Jo-Effekt ein.

So ein Jo-Jo ist ja eine schöne Sache, weniger schön ist der Jo-Jo-Effekt, den Sie vielleicht auch schon am eigenen Leib beobachten konnten: Mit viel Mühe hungern wir uns mit der gerade angesagtesten Diät ein paar Pfunde von unseren “Komfort”-Zonen. Und dann, wenige Wochen bis Monate später stellen wir fest, dass wir jetzt noch mehr wiegen als vor unserer “Wunderdiät”.
Die Erklärung dafür ist im Grunde ganz einfach: Eine Diät führt zu einem “Stoffwechselsparprogramm”. Das heißt, der Körper stellt sich darauf ein, dass die Nahrung knapp ist. Nach einer Diät bleibt der Körper erst einmal in diesem Modus. Er nutzt den Überfluss an Nahrung, um die Fettspeicher für weitere „schlechte Zeiten“ besonders randvoll aufzufüllen. Darüber hinaus kommt es unter “Crash-Diäten” auch zu einer andauernden Veränderung des Hormonhaushalts. Das kann Appetit, Hungergefühl und Gewichtszunahme steigern.

Was kann man dagegen tun? Die Allzweckwaffe ist Sport und Bewegung: Sport verhindert das Umschalten in den Hungerstoffwechsel. Eine gesunde Muskulatur sorgt dafür, dass wir die zugeführte Energie auch ausreichend verwerten können.

Aber ist eine Diät überhaupt der richtige Weg, um das Herz-Kreislauf-System gesund zu halten? Klar, auf das Gewicht zu achten ist nicht verkehrt. Aber vor allem auf schnelle “Wunderdiäten” sollte man verzichten.

Viel besser ist eine dauerhafte Ernährungsumstellung. Und die ist im Wesentlichen ganz einfach, Sie müssen dabei nur ein paar Punkte beherzigen:
 
Essen Sie langsam und bewusst. So bekommt Ihr Sättigungsgefühl die Chance Sie zu bremsen, bevor Sie eine halbe Stunde nach dem Essen merken, dass Sie viel zu viel gegessen haben.
 
Traditionelle Mittelmeerküche ist DER Tipp in Sachen gesunder Ernährung: Essen Sie daher kein oder weniger Fleisch, dafür lieber Fisch und genießen Sie täglich Obst und Gemüsegerichte. Essen Sie weniger tierisches Fett und bevorzugen Sie beim Kochen Pflanzenöle, wie zum Beispiel Oliven- oder Rapsöl.
 
Vermeiden Sie Fertiggerichte und essen Sie nicht zu häufig Fast Food.
 
– Versuchen Sie weniger Zucker zu sich zu nehmen und meiden Sie stark gezuckerte Speisen und Weißmehlprodukte . Trinken Sie zum Beispiel keine oder nur wenig Softdrinks, die sind vollgestopft mit Zucker.
 
Zugegeben, am Anfang wird das für Sie sicherlich eine Umstellung sein. Vielleicht müssen Sie sich hier und da auch etwas disziplinieren, aber schon nach relativ kurzer Zeit werden Sie sich schlicht besser fühlen und auch besser aussehen!
 
Also: Es gibt nichts Gutes außer man tut es. In diesem Sinn: Legen Sie los!
 
 
das könnte Sie auch interessieren:

Nichtrauchen:

Raucherentwöhnung – allgemeines
So klappt der Rauchstopp
Tipps für den Rauchstopp
Rauchstopp Interview Fr. Dr. Wiedemann

Sport und Aktivität:

Gesund durch Sport und Bewegung

Bluthochdruck:

Blutdruck im Griff
Hypertonus – Bedeutung und Verbreitung
Hypertonus – Ursachen und Zielwerte

Fettstoffwechsel:

Cholesterin und Co.
gutes und schlechtes Cholesterin
Cholesterin senken

Ernährung und Übergewicht:

Adipositas und Übergewicht
Die Adipositasepidemie
Vorsicht Diät!
Adipositas – verschiedene Erscheinungsformen
Adipositas Paradoxon

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und Koronare Herzkrankheit:

Zuckerkrankheit und Koronare Herzkrankheit
Diabetes-mellitus-und-Koronare-Herzkrankheit – Wechselwirkungen
Was tun bei Diabetes und Koronarer Herzkrankheit?

Psychokardiologie:

Herz und Psyche
Herz und Stress
Herz und Stress – Stressmanagement

Übersicht:

Ziele und Zielwerte

zurück zum Hauptmenü