Adipositas – Erscheinungsformen

Von Äpfeln und Birnen, Fettpolster ist nicht gleich Fettpolster

Reiterhose gegen Bierbauch… – was setzt unserem Herz-Kreislaufsystem mehr zu?

Bevor wir uns darüber unterhalten, wie wir es schaffen können unser Wohlfühlgewicht zu erreichen und vor allem dauerhaft zu halten, sollten wir uns kurz mit der Frage beschäftigen warum wir überhaupt auf unser Gewicht achten sollten, denn genau zu dieser Frage gibt es ja auch unter Spezialisten immer wieder neue Diskussionen und auch neuere interessante Studienergebnisse.

Zunächst einmal ist nicht nur das Körpergewicht alleine entscheidend, sondern auch die Art der Fettverteilung, also wo an unserem Körper sich die Fettpölsterchen niederlassen. Hier wird ja zwischen dem Apfel- und dem Birnentyp unterschieden, wobei der sog. Apfeltyp mit vornehmlicher Bauchfetteinlagerung, also einem schönen Ranzen oder Bierbauch ein größeres Risiko für unser Herz-Kreislaufsystem darstellt als der sog. Birnentyp mit vornehmlicher Fetteinlagerung im Bereich von Gesäß und Oberschenkeln. Deshalb wird ja auch der Taillenumfang benutzt um Aussagen über ein eventuell erhöhtes Risiko treffen zu können. Bei Frauen besteht ab einem Bauchumfang von 80 cm, bei Männern ab 94 cm ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall aber auch für den Diabetes mellitus, ab einem Bauchumfang von 88 cm für Frauen und 102 cm für Männer ist das Risiko besonders stark erhöht. Der „Bauch“ verursacht vereinfacht gesagt einen vermehrten „Fettfluss“, das heisst die im Bauchfett gespeicherten Fette werden besonders leicht in die Blutbahn mobilisiert und wirken sich daher besonders ungünstig auf unsere Blutfettwerte aus. Darüber hinaus ist das Fettgewebe im Bauchraum auch besonders stark hormonell aktiv, wirkt also wie eine Hormondrüse und beeinflusst unseren Stoffwechsel über verschiedene Hormone negativ.

Vor diesem Hintergrund lohnt es sich also sich herzgesund zu ernähren und sein Körpergewicht, insbesondere das Bauchfett im Auge zu behalten. Allerdings gibt es zu jeder guten Regel auch Einschränkungen und Ausnahmen, mit einer davon beschäftigen wir uns im nächsten Clip.

 

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